Tirol: Wörgler Feuerwehr im Hochwassereinsatz
Wörgl (Tirol): Nach dem Großbrand in Rattenberg stand die Freiwillige Feuerwehr Wörgl am Montag, den 11.07.2005, erneut im Dauereinsatz.

Auf Grund des starken und kaum nachlassenden Niederschlages, welcher den ganzen Tag über anhielt, stiegen die Wasserpegel des Inn, der Brixentaler Ache und einigen weiteren Gewässern in Wörgl und Umgebung dramatisch an.
Die Alarmierung zum ersten Einsatz erfolgte um 15:00 Uhr:
Zwei Fahrzeuge (RLF, LAST) und 7 Mann rückten zu einem Mehrfamilienhaus in Schwoich aus, dessen Garten ca. 10 cm unter Wasser stand. Weiters bahnte sich das Wasser an drei verschiedenen Stellen seinen Weg in den Keller des Hauses, welcher mit zwei Tauchpumpen und einem Wassersauger ausgesaugt wurde. Eine dritte Tauchpumpe wurde im Garten eingesetzt, um das immer mehr steigende Wasser abzutransportieren. Letztendlich wurde eine Schneise durch den Garten gegraben um das Wasser vom Haus wegzuleiten.
Die Rückkehr erfolgte um 18:00 Uhr.

Währenddessen rückten um 16:45 Uhr 4 Mann mit dem KLF aus, um die Freiwillige Feuerwehr Bad Häring bei Pumparbeiten zu unterstützen. Ein regelrechter Bach, der sich aus mehreren übergelaufenen Bächen formte, strömte über die Hauptstraße und riss große Geröllmassen mit sich.
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Zwischen 16:50 Uhr und 20:00 Uhr führte die FF Wörgl einige Kontrollfahrten durch, um sich Überblick über die aktuelle Lage der Wörgler Gewässer zu verschaffen. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Brixentaler Ache zuteil, die um ca. 17:30 ihren Höchststand erreichte. Vorsorglich wurden neben der Rendlbrücke Schaltafeln angebracht.

Um ein Austreten des Latreinbaches aus dem Bachbett zu vermeiden wurde der Rechen, welcher durch zahlreiche Äste verlegt war, gesäubert. Weiters wurde die FF Wörgl dreimal alarmiert um Keller auszupumpen. Vier Fahrzeuge (KDO, TLF, SRF, RLF) und 17 Mann wurden eingesetzt.
Der nächste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Um 22:25 Uhr wurde die FF Wörgl von der Alarmzentrale erneut zu Pumparbeiten in der Augasse gerufen. Drei Fahrzeuge (KDO, SRF, LAST) und 14 Mann rückten aus. Der Einsatz konnte um 23:00 Uhr beendet werden. Im Zuge dieses Einsatzes wurde mit dem KDO eine Kontrollfahrt zur Brixentaler Ache durchgeführt, bei der sich herausstellte, dass diese erneut gestiegen ist.
Im Gerätehaus waren zwei LKW sowie ein Bagger in Bereitschaft. Weiters wurden bereits am Nachmittag zusätzlich zu den, bereits im Gerätehaus gelagerten, Sandsäcken noch 300 weitere Sandsäcke bereitgestellt. Es kam Gott sei Dank zu keinen gröberen Überschwemmungen im Ortsgebiet von Wörgl.
