Vermisste nach tonnenschwerem Hangrutsch gefunden
Steyr (Oö): Nach dem Hangrutsch auf die Voralpenbundesstraße in Steyr konnten alle vier Vermissten gefunden wurden. Die Männer waren unter den Schuttmassen vermutet worden, hielten sich aber an einem anderen Ort auf und sind wohlauf.
Die Polizei hatte am Freitag, dem 10. Dezember 2004, gegen 23 Uhr einen Anruf erhalten, dass angeblich ein Erdbeben Straßenbeleuchtungen an der B122 in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses beschädigt habe. Vor Ort wurde das Unglück entdeckt.
Die Trasse entlang des Flusses war aus bisher ungeklärter Ursache abgesackt. Ungefähr 5.000 Tonnen Schotterkonglomerat lösten sich aus der Wand und stürzten in die Steyr. Eine Höhle, die immer wieder von Obdachlosen als Unterschlupf verwendet wurde, wurde bei dem Hangrutsch verschüttet. Vier Personen wurden in dieser Höhle vermutet. Eine große Suchaktion mit Hundebrigaden, Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz begann.
Am Samstag konnte jedoch Entwarnung gegeben werden, alle vier Personen hielten sich zum Zeitpunkt des Hangrutsches woanders auf. Zwei der Personen wurden um 3.00 Uhr von der Polizei in Gasthöfen angetroffen. Wie die Polizei mitteilt, haben die zwei Personen einen festen Wohnsitz und waren ’nur ab und zu in der Höhle‘. Die beiden Obdachlosen, die weiter als vermisst galten, wurden Samstagvormittag in einer Hütte vorgefunden.
Diese Männer hatten ungeheures Glück. Sie waren am Freitag noch bis 18.00 Uhr in der Höhle unterhalb der der Voralpenbundesstraße. Wenige Stunden später setzten sich erste Gesteinsbrocken in Bewegung. Die Obdachlosen hatten sich aber für diese Nacht ein anderes Quartier gesucht. In einem Interview mit Radio Oberösterreich sagte einer der Obdachlosen, er habe mehr als 600 Mal in der Höhle geschlafen und von der Einsturzgefahr gewusst. Die Männer können nun in einer Notschlafstelle in Steyr übernachten.
