Flash-Over in Knittelfeld
Knittelfeld (Stmk): Um die Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Knittelfeld besser in den Techniken und Gefahren eines Brandseinsatzes zu schulen, wurde am 17. und 18. Oktober 2004 der mobile Brandsimulationscontainer gemietet.
126 Atemschutzgeräteträger aus dem Bezirk Knittelfeld hatten die Möglichkeit beim mobilen Brandsimulationscontainer ihr Wissen und ihr Können bei der Brandbekämpfung unter Beweis zu stellen.

Im Brandcontainer musste jeder der 42 Atemschutztrupps, bestehend aus 3 Mann, einen Stiegenhausbrand, einen Gasflaschenbrand, einen Fettbrand und einen Zimmerbrand mit einem Flashover bekämpfen. Der so genannte ‚Flashover‘, auch Feuersprung genannt, tritt aufgrund der enormen Hitzeentwicklung und der Bildung von Rauchgasen in geschlossenen Räumen auf. Dies kann dazu führen, dass Gegenstände unerwartet zu brennen beginnen, die sich nicht direkt neben der Brandstelle befinden. Im schlimmsten Fall kann plötzlich der ganze Raum im Flammen stehen.
Sollte es, wie in diesem Brandsimulator, zu einem Flashover kommen, entstehet eine Temperatur in der Rauchschicht zwischen 500 und 600 Grad Celsius.
Ziel dieser sprichwörtlich ‚heißen‘ Ausbildung war es, den richtigen Umgang mit den verschiedenen Strahlrohren, das richtige Anlegen der Schutzausrüstung, das Umlenken von Flammen mit Hilfe des Wasserstrahls, das richtige Öffnen von Türen und das Absuchen verrauchter Zimmer unter Anwendung verschiedener Suchtechniken bis zur Perfektion zu beüben.
