Grässlicher Unfall forderte 2 Menschenleben (Nö)
St. Pölten: In den Morgenstunden des 17.08.2003 langte bei der Gendarmerie über Notruf die Meldung ein, auf der A 1 Westautobahn bei Km 51,5 liegt ein Bein an der Leitschiene. Den zufahrenden Beamten und den weiteren Einsatzkräften, die nach Stichwort „Verkehrsunfall mit vermutlicher Menschenrettung“ alarmiert wurden (FF St. Pölten – Stadt, RK, NAW), bot sich nach Eintreffen ein wahres Bild des Grauens.
Ein ungarischer Pkw-Lenker war aus uns unbekannter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und stieß gegen die Leitschiene. Durch diese wurde der Peugeot 307 an der Beifahrerseite wie eine Blechdose aufgeschlitzt. In weiter Folge prallte das Fahrzeug gegen ein Brückengeländer und stürzte ca. 7 m auf einen darunter liegenden Güterweg.

Tragisches Detail: Niemand dürfte den Unfall, den Aufprall oder den Absturz von der Brücke beobachtet haben. Die erste Meldung über einen Unfall kam wie oben erwähnt erst gegen 07.00 Uhr früh. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte war der Motor bereits vollständig abgekühlt. Der Unfall dürfte also mitten in der Nacht passiert sein. Die beiden Insassen, ein ungarischer Polizist und eine Ärztin, dürften auf der Stelle tot gewesen sein.
Nach der Unfallaufnahme durch die Autobahngendarmerie erfolgte die Bergung der beiden Leichen durch die Bestattung mit Unterstützung der Feuerwehrkräfte. Bei der Durchsuchung der persönlichen Gegenstände wurde ein Ausweis eines zweiten Mannes gefunden, daraufhin wurde rund um die Unfallstelle die Böschung abgesucht.
Für die Kräfte war dies kein angenehmes und vor allem auch ein belastendes Unterfangen, lagen doch verstreut Leichenteile in den Sträuchern und auf dem Pannenstreifen. Gefunden wurde ein eventuell dritter Insasse jedoch nicht.
Die Fahrzeugbergung und Sicherstellung erfolgt durch die FF St. Pölten – Stadt, die mit 3 Fahrzeugen (KRF-S, SRF, KDO 2) und 7 Mann rund 1,5 Stunden im Einsatz stand.
Detail am Rande: An dieser Stelle der A 1 passierten in den letzten Jahren immer wieder schwerste Unfälle, so etwa vor ca. 2 Jahren, wo ein LKW über die Brücke stürzte und der Unfall, bei dem der Lenker eingeklemmt wurde, ebenfalls erst nach rund sechs (!) Stunden entdeckt wurde.
