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Vlbg: Leichte Entspannung der Sturmlage

Vorarlberg: Die Wetterlage nach dem Sturmtief „Andrea“ hat sich leicht beruhigt. In der Nacht auf Freitag, den 6. Jänner 2012, gab es 16 Feuerwehreinsätze.

Die Lawinensituation bleibt äußerst kritisch. Zahlreiche Straßen sind gesperrt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag erfolgten insgesamt 16 Feuerwehralarmierungen. Diese betrafen vor allem die die Region Bludenz und Walgau. „Zwei davon waren in Dornbirn, einer in Feldkirch, drei in Bludenz und zehn im Montafon. Hier schaut es so aus, dass Vandans, Bürserberg und Tschagguns betroffen sind“, informiert Günther Watzenegger, Geschäftsführer vom Landesfeuerwehrverband. Gegen 4.00 Uhr kam zu orkanartigen Böen im Montafon. Neuerlich sind zahlreiche Bäume umgestürzt und haben Straßen verlegt. Die Feuerwehr ist mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. n der Nacht waren zudem einige Haushalte in Damüls ohne Stromversorgung. Am Freitagmorgen sind Haushalte in Sonntag ohne Strom, bestätigt Horst Klehenz von „Vorarlberg Netz“. Günther Watzenegger spricht insgesamt von einer leichten Beruhigung der Wetterlage. Man vermute, dass es „jetzt ruhiger wird“, man werde die Wettersituation aber laufend beobachten. Dass es aber ein Ausmaß wie am Donnerstag annehme, wird nicht erwartet.

Keine Personenschäden
Acht Feuerwehren mit rund 100 Einsatzkräften waren aufgrund des Sturmtiefs „Andrea“ mit dem Freimachen von Verkehrswegen, die mit Bäumen verlegt waren, beschäftigt.
Bisher kamen bei diesem Sturm keine Personen zu Schaden.

Kamin in Feldkirch eingebrochen
Seit Eintreffen des Sturmtiefs in Vorarlberg wurden in Vorarlberg 146 Einsätze verzeichnet. Allein im Bezirk Feldkirch kam es zu 23 Meldungen über umgestürzte Bäume oder andere Gegenstände, welche die Fahrbahnen verlegten.Zwei Dächer wurden abgedeckt und ein Kamin brach ein. In Bürs brachen an der L82 zwischen Bürs und Bürserberg mehrere Bäume um und fielen teilweise auf die Fahrbahn, welche für rund eineinhalb gesperrt wurde.

St. Gallenkirch: Baum auf Wohnwagen gefallen
Mehrere Bäume an der L188, Montafonerstraße, und auf dem Campingplatz „Batmund“ wurden entwurzelt. Einige fielen auf zwei Wohnwägen von zwei Männern, die dadurch nicht mehr bewohnbar waren. Die beiden Deutschen konnten die Nacht bei Bekannten verbringen.

Aktuelle Sperren wegen Lawinengefahr
Im Montafon ist die Verbindung nach Gargellen auf der L192 gesperrt. Gargellen ist vorerst bis 13.00 Uhr nicht erreichbar. Dort gibt es starken Wind und Schneeverfrachtungen, sagt Christian Thöny von der Lawinenkommission. Am Arlberg sind die Orte Stuben, Zürs, Lech und Warth nicht erreichbar. Die Arlberg-Passstraße L197 ist gesperrt. Derzeit herrscht also große Lawinengefahr, wegen Schneeverwehungen ist die L193 zwischen Fontanella und Faschina gesperrt.

Stürmische Winde halten an
Schneefall und stürmische Winde halten auch am Freitag an. Bis Samstagfrüh sind in den Staulagen weitere 50 Zentimeter Neuschnee möglich.

Militärhubschrauber soll am Freitag eintreffen
Der wegen der Lawinensituation im Land angeforderte Militärhubschrauber soll am Freitag in Vorarlberg eintreffen. Er wird in der Walgaukaserne Bludesch stationiert. Dort ist auch der Lawineneinsatzzug des Bundesheeres in Bereitschaft.

ORF.at

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