Wien: Ausgedehnter Kellerbrand erfasst 10 Abteile in Wohnhaus
Wien, 11. Bezirk: Zu einem Kellerbrand wurde die Berufsfeuerwehr Wien am 29. Juni 2011 um 18.58 Uhr in die Lorystraße alarmiert. Bei dem gegenständlichen Wohnbau handelt es sich um ein achtstöckiges Wohnhaus mit drei zusammenhängenden Stiegen …
… und einer Längenausdehnung von ca. 150 m. Weiters verfügt der Wohnbau über 2 Tiefgaragenebenen, einem Kellergeschoss und im Erdgschoss über zahlreiche Lager,
Fahrradabstell und Müllräumen.
Aus unbekannter Ursache war im Kellerbereich der Stiege 2 ein Brand ausgebrochen, der sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr auf 10 Kellerabteile ausgeweitet hatte. Vom 1. RLF/S wurde der Brand anfänglich mit einem Rohr unter Atemschutz angegriffen. Von 2 weiteren Atemschutztrupps des 2. RLF/S sowie des ULF/F wurde das stark verrauchte Stiegenhaus 2 begangen und kontrolliert. Zahlreiche im Stiegenhaus angetroffene Wohnparteien wurden ins
Freie geführt.
Auf Grund der zusammenhängenden Stiegenhäusern, war es während des Einsatzverlaufes zu einer starken Verrauchung des weitläufigen Kellergeschosses sowie der Erdgeschossebene gekommen. Teilweise war auch die oberste Tiefgaragenebene verraucht. Die Brandrauchentlüftung wurde nach Aktivierung aller BRE-Anlagen der Stiegenhäuser und der Garagenbelüftung unter Einsatz beiden HLL der DL sowie zweier Ringlüfter sowohl im Druckals auch im Saugbetrieb durchgeführt.
Da zwischenzeitlich durch die starke Rauchentwicklung auf der Stiege 3 die Vermutung bestand, dass es dort ebenfalls zu einem Kellerbrand gekommen war, wurde dort ein 2. Rohr ebenfalls unter Atemschutz vom 2.RLF/S vorgenommen. Dabei wurde jedoch festgestellt, dass die Verrauchung durch die verwinkelte Lage auch von der Stiege 2 gekommen war. Nach Ablöschen des Brandes wurden die Kellerabteile durch 2 weitere Löschgruppen ausgeräumt und somit auch die zahlreichen Glutnester gelöscht. Hierbei war es erfordlich mehrere Kellerabteile mittels Bolzenschneider gewaltsam zu öffnen. Weiters wurden sämtliche im Erdgeschoss befindlichen Lager und Abstellräume mit einem Zentralschlüssel vom Hausmeister selektiv geöffnet und belüftet. Für die umfangreichen Brandrauchentlüftungsmaßnahmen war es erfordlich, fünf Kellerfenster an der Strassenfront gewaltsam zu öffnen.
Durch den Brand war das hauseigene Abwassersystem auf einer Länge von ca. 10m vollständig abgebrannt. Um den Austritt von Fäkalwasser letztlich zu stoppen, wurde im Einvernehmen mit dem Hausmeister die Wasserleitung der Stiegen 1 und 2 gesperrt. Auf Grund des Abbrandes der ELeitungen im Keller wurde zudem vom Störtrupp Wienenergie das Kellergeschoss spannungsfrei geschalten. Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss der Arbeiten an den anwesenden Hausmeister übergeben.
Einsatzende: 22.34 Uhr.
