Deutschland: 7,5 Tonnen – Feuerwehrführerschein hilft nur bedingt weiter
Delmenhorst (Deutschland): Der Delmenhorster Stadtbrandmeister Thomas Stalinski und der Ganderkeseer Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer begrüßen zwar grundsätzlich die Erleichterungen…
… beim so genannten „Feuerwehrführerschein“, die das Bundeskabinett Mitte Dezember 2010 beschlossen hat. In der täglichen Arbeit helfen die neuen Regelungen jedoch nur unwesentlich weiter, so Stalinski und Meyer übereinstimmend.
„Wir verfügen nur über relativ wenige Fahrzeuge in der betreffenden Gewichtsklasse zwischen 4,75 und 7,5 Tonnen. Die meisten Einsatzfahrzeuge bei uns sind schwerer. Deshalb brauchen unsere Leute ohnehin den Führerschein Klasse C“, so Stalinski. Für kleinere oder Freiwillige Feuerwehren im ländlichen Raum könne der Feuerwehrführerschein aber sehr wohl eine Erleichterung darstellen. Aber auch der Ganderkeseer Gemeindebrandmeister Horst-Dieter Meyer sagt: „Viele unserer Fahrzeuge können damit nicht gefahren werden.“
Hintergrund des Feuerwehrführerscheins ist, dass Feuerwehren Rettungsdienste und technische Hilfsdienste immer weniger junge Fahrer haben, die Einsatzfahrzeuge zwischen 4,75 und 7,5 Tonnen steuern dürfen. Seit 1999 dürfen Fahrzeuge mit dem Pkw-Führerschein B nur noch bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen gefahren werden. Beim alten Führerschein Klasse 3 lag die Grenze bei 7,5 Tonnen. Der Feuerwehrführerschein, der im Frühjahr 2011 in Kraft treten soll, schließt diese Lücke durch eine Sondergenehmigung.
