Oö: Bilanz der Linzer Berufsfeuerwehr
Linz (Oö): Durchschnittlich zwölf Mal pro Tag rückt die Linzer Berufsfeuerwehr aus. Das zeigt die Einsatzstatistik aus dem Jahr 2004. Während die Zahl der Brandeinsätze konstant geblieben ist, stieg die Zahl der technischen Einsätze deutlich.
Rund 4.400 Mal musste die Linzer Berufsfeuerwehr im Vorjahr ausrücken – etwa 1.600 Mal zu Brandeinsätzen und rund 2.600 Mal zu technischen Einsätzen. Letztere steigen, vor allem durch die Dynamik in der Stadtentwicklung, deutlich an, sagte der Linzer Branddirektor Wolfgang Kaplan. Mehr Industrie und mehr Verkehr verändern das Anforderungsprofil an die Feuerwehren in der Landeshauptstadt.
Die zunehmende Zahl an hohen Türmen macht Kaplan keine Sorgen. Hohe europäische Sicherheitsstandards, zweite Rettungswege über außen liegende Stiegenhäuser und Lifte, Raum abschließende Türen in den obersten Stockwerken, die ein Ausbreiten von Feuer verhindern sollen – all das sei beruhigend, auch wenn ein erhöhtes Risiko bei derart hohen Bauwerken, wie dem City Tower oder dem Wissensturm am Bahnhof immer bleibe, so Kaplan.
2004 wurden Durchschnittlich zwölf Einsätze am Tag gefahren. Sachwerte in der Höhe von 17,2 Millionen Euro konnten von den Männern der Berufsfeuerwehr gerettet werden.
Die Berufsfeuerwehr ist eine der letzten männlichen Bastionen. Drei Frauen haben im Vorjahr die extrem anspruchsvolle Aufnahmeprüfung versucht, sind aber gescheitert. Entsprechende Einrichtungen, etwa im Sanitärbereich, seien aber schon vorhanden, lässt Branddirektor Wolfgang Kaplan keinen Zweifel, dass auch Frauen bei der Berufsfeuerwehr willkommen wären.
Dass Frauen auch ihren Mann bei der Feuerwehr stellen können, führt der Linzer Bürgermeister Franz Dobusch ins Treffen. Bei der Betriebsfeuerwehr der Linz AG gebe es bereits eine Feuerwehrfrau, so der Bürgermeister.
