Oö: 19 Feuerwehren bei Waldbrand in Tragwein im Einsatz
TRAGWEIN (OÖ): Ein zunächst gemeldeter Wiesenbrand hat sich am Samstagnachmittag, 1. August 2026, aufgrund der anhaltenden Trockenheit, der hohen Temperaturen und des starken Windes rasch auf ein angrenzendes Waldstück ausgebreitet.

Die ersten Feuerwehren wurden gegen 14.45 Uhr alarmiert. Bereits kurz darauf zeigte sich, dass sich der Brand durch den starken Wind vom ursprünglichen Entstehungsbereich auf den angrenzenden Wald ausgebreitet hatte. Aufgrund der Lage wurden laufend weitere Kräfte nachalarmiert und schließlich die in Oberösterreich höchste Alarmstufe 3 ausgelöst.

Löschwasser wurde knapp
Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung im Einsatzgebiet dar. Die Feuerwehren verlegten Löschleitungen und nutzten mehrere verfügbare Wasserquellen. Wasser wurde unter anderem aus privaten Pools sowie aus dem örtlichen Badesee entnommen. Zusätzlich unterstützten zahlreiche Anrainer die Einsatzkräfte: Mit insgesamt rund 30 Güllefässern wurde Wasser zur Brandstelle transportiert.


Neben den Bodenmannschaften kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Dieser unterstützte die Brandbekämpfung aus der Luft. Gleichzeitig konzentrierten sich die Feuerwehren darauf, eine weitere Ausbreitung zu verhindern und ein unmittelbar in der Nähe des Brandbereiches gelegenes Wohnhaus zu schützen. Das Gebäude konnte gehalten werden.

Forstweg als Riegelstellung
Im oberen Bereich des Brandgebietes nutzten die Einsatzkräfte einen Forstweg als Riegelstellung. Von dort aus wurde mit einem massiven Löschangriff versucht, die weitere Ausbreitung der Flammen zu stoppen. Am späten Samstagnachmittag meldete die Einsatzleitung, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte.

Bis in die Abendstunden mussten Glutnester gesucht, freigelegt und abgelöscht werden. Mehrere der eingesetzten Feuerwehren standen bis nach 20 Uhr, einzelne Einheiten bis nach 22 Uhr im Einsatz.

Mittags standen die Tragweiner Feuerwehren schon einmal im Einsatz: Oö: Motorradbrand in Tragwein: Feuerwehr verhindert Ausbreitung

