Brand

D: Landwirtschaftliches Anwesen im Vollbrand: 50 Milchkühe, 16 Jungrinder und Wohnhaus gerettet

WANGEN (DEUTSCHLAND): Am Freitag, 5. September 2025, wurde die Feuerwehr Wangen um kurz nach 14.00 Uhr nach Leupolz-Saamen alarmiert. Die Alarmstufe B4 rief somit die Abteilungen Wangen-Stadt, Leupolz und Karsee auf den Plan. Ein vorbeifahrender Passant hatte die verdächtige Rauchentwicklung im Dachbereich und somit den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens gemeldet.

Bereits auf der Anfahrt war eine entsprechend deutliche Rauchentwicklung sichtbar, daher wurde umgehend zusätzlich die Drehleiter der Feuerwehr Leutkirch nach alarmiert. Auch der Gerätewagen Atemschutz aus Leutkirch machte sich auf den Weg nach Saamen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Dachstuhl bereits deutlich in Flammen. Das Dach des Wohnhauses war noch nicht betroffen.

Die eingeleiteten Löschmaßnahmen wurde durch mehrere Angriffstrupps unter Atemschutz im Inneren des Wohngebäudes vorgenommen. Der landwirtschaftliche Bereich konnte nicht mehr betreten werden, konzentrierten sich die Maßnahmen auf außen. Die Drehleitern bekämpfen das Feuer von oben und schützten das angrenzende Wohnhaus. Ebenso kämpften mehrere Angriffstrupps rund um das gesamte Gebäude gegen die Flammen. Da die Löschwasserversorgung, für einen Brand dieser Größe in Saamen nicht unproblematisch ist, setzte man auf mehrere Versorgungsquellen. Sie erfolgte über das örtliche Hydrantennetz sowie über die Wasserentnahme aus dem etwa ein Kilometer entfernten Weiher Röhrenmoos.

Zusätzlich wurde zudem im Pendelverkehr durch Landwirte mit Güllefässern und zwei Sattelttankzügen eines nahegelegenen Fuhrunternehmens Löschwasser für die örtlichen Zisternen herbeigeschafft. Insgesamt konnten 50 Milchkühe und 16 Stück Jungvieh gerettet werden, für ein Kalb kam leider jede Hilfe zu spät. Für die weiteren Löschmaßnahmen wurde das Gebäude nun durch einem Bagger abgetragen und das im Heustock gelagerte, nasse Futter auf einen separaten Ablöschplatz verbracht. Diese Arbeiten dauerten bis in die Morgenstunden des Samstag an.

Insgesamt waren in der Spitze rund 120 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Unterstützung kam zudem vom DRK-Wangen, welches mit der Betreuung von Betroffenen und Einsatzkräften betraut war.

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