Brand

Deutschland: Großeinsatz nach Stromgeneratorbrand im Krankenhaus Düsseldorf

Düsseldorf (Deutschland): Am Montagabend, 8. Dezember 2014, geriet der Stromgenerator vom Blockheizkraftwerk im Keller des Evangelischen Krankenhauses in Düsseldorf in Brand. In die angrenzenden Kellerräume der Klinik drang Brandrauch ein.

Der Sachschaden kann noch nicht abgeschätzt werden. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr mobilisierte innerhalb kürzester Zeit 162 eigene Einsatzkräfte – sowie 64 Rettungsassistenten von den Düsseldorfer Hilfsorganisationen und den Feuerwehren Duisburg, Essen sowie den Kreisen Mettmann und Neuss.

Aufregung in Unterbilk am frühen Montagabend: Eine schwarze Rauchsäule stieg aus dem Kamin vom Dach des Krankenhauses in der Kirchfeldstraße auf. Die Brandmeldeanlage schlug derweil Alarm in der Leitstelle. Sofort eilten zunächst zwei Löschzüge nach Unterbilk. Der Einsatzleiter bestätigte den Rauch vom Dach des Gebäudes. Er forderte wegen der sehr unübersichtlichen Situation weitere Löschzüge und Rettungsdiensteinheiten an – da zu dieser Zeit völlig unklar war, ob Patienten, Pflegepersonal und Ärzte betroffen oder verletzt waren bzw. evakuiert werden mussten.

Die ersten Löschtrupps suchten unter Atemschutz und mit Wärmebildkameras ausgestattet, den Brandherd im stark verqualmten Keller. Als Ursache konnte der Stromgenerator vom Blockheizkraftwerk schnell ausfindig gemacht werden. Mit mehreren Pulverlöschern gelang es den Profis, die Flammen zu ersticken. Parallel kontrollierten mehrere Rettungstrupps die Geschosse auf eventuell vorhandene Gefahrenstellen durch Brandrauch und ob sich dort auch Verletzte oder Menschen in Not befanden. Der Brandrauch blieb aber wegen der sehr guten Brandschutzeinrichtungen auf einige Kellerräume begrenzt. Der normale Betrieb des Krankenhauses wurde unterbrochen und der Notbetrieb laut Notfallplan des Hauses aktiviert. Kein Patient musste evakuiert werden. Im Umfeld der Kirchfeldstraße kam es wegen des Brandes zu einer Geruchsbelästigung.

Die Anwohner wurden über den Lokalsender Antenne Düsseldorf, das Gefahrentelefon und den Social-Media-Seiten der Feuerwehr darüber informiert und sollten bei Bedarf Fenster und Türen schließen. Aus Düsseldorf waren vier Löschzüge, die Freiwillige Feuerwehr, fünf Notarzteinsatzfahrzeuge, elf Rettungswagen, beide Großraumkrankentransportwagen im Einsatz. In der Leitstelle koordinierte der rückwärtige „Stab FEL“ – Feuerwehreinsatzleitung – die notwendige Unterstützung für die Einsatzleitung vor Ort. Die Rettungsdienst-Einheiten aus dem Umland kamen mit 30 Fahrzeugen und erhielten von der FEL als Standort die Feuerwache Hüttenstraße zugewiesen wegen der Nähe zum Brandort.

Die Kriminalpolizei hat die Brandursachenermittlung aufgenommen. Die Polizei leitete den Verkehr rund um das Gebiet der Kirchfeldstraße um. Der Einsatz dauert noch an. Das Umweltamt und der Arbeitsschutz von der Bezirksregierung sowie das OPENTeam der Feuerwehr Düsseldorf begleiteten den Einsatz. Parallel bearbeitete die Feuerwehr eine Feuermeldung in einem Hochhaus in Lörrick mit im Vorfeld herangeführten Führungskräften aus der Freizeit und mit Einheiten von der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr. Schnell erkannte der erfahrene
Einsatzleiter, dass der Rauch vom Dach von der Heizungsanlage stammte.

Berufsfeuerwehr Duesseldorf


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