Bayern: Großeinsatz bei undichtem Ventil eines Wasserstofftransporters

Augsburg (Bayern): Einen Großeinsatz für Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte löste in der Nacht auf Freitag, 28. November 2014, ein defektes Sicherheitsventil eines Wasserstofftransporters aus.
Gegen 01:45 Uhr wurde der Löschzug der Augsburger Berufsfeuerwehr aufgrund eines Gefahrstoffaustritts zu einem Firmengelände in Lechhausen alarmiert. Beim Eintreffen stellten die Einsatzkräfte fest, dass tatsächlich große Mengen Gas aus dem Sicherheitsventil eines Wasserstofftransporters ausströmte. Da Wasserstoff hochgradig explosiv reagieren kann, wurde das Gebiet für Auto- und Fußgängerverkehr weiträumig abgesperrt. Aus den naheliegenden Wohngebäuden wurden ca. 150 Personen evakuiert und für die Einsatzdauer in einer Schule untergebracht. Mehrere große Wasserwerfer wurden vorsorglich für den Fall einer Durchzündung in Stellung gebracht.

Zeitgleich wurde die Herstellerfirma des Druckbehälters kontaktiert, um festzustellen, ob es sich um einen Defekt am Ventil selbst handelt oder das Ventil seine Funktion erfüllt und einen gefährlichen Überdruck im Behälter verhindert, der zu einem katastrophalen Druckgefäßzerknall führen könnte.
Nach eingehender Beratung konnte schließlich die Ursache festgestellt und Gegenmaßnahmen getroffen werden. Da Wasserstoff leichter als Luft ist und sich nach oben hin verflüchtigt bestand auch kurz darauf keine Explosionsgefahr mehr, der Verkehr wurde freigegeben und die evakuierten Personen durften wieder in ihre Wohnungen zurück. Die Einsatzdauer betrug ca. drei Stunden.
Rauchentwicklung aus defekter Pelletsheizung: kurz nach 22.00 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr am Donnerstag Abend aufgrund einer starken Rauchentwicklung aus einem Wohnhaus in die Lindenstraße in Oberhausen gerufen. Die Bewohner hatten sich bereits ins Freie gerettet, konnten aber keine Angaben zur Herkunft der Verrauchung machen. Nach einer kurzen Erkundung wurde schließlich die Ursache gefunden.
Verantwortlich für die Rauchentwicklung war die neue Pelletheizung, die in das frisch renovierte Haus eingebaut worden war. Vermutlich durch eine Fehlfunktion brannte die frontseitige Wartungsklappe komplett weg, woraufhin sich Rauch erst im Keller und dann im ganzen Haus ausbreiten konnte.
Die Heizung wurde außer Betrieb genommen und sämtliche Wohnungen auf Rauchgasrückstände kontrolliert. Verletzt wurde niemand, die Bewohner mussten die Nacht ohne Heizung verbringen.
