Oö: Teilw. chaotische Begleitumstände bei schwerem Unfall in Sierning

Sierning (Oö): Am Sonntag, den 05.10.2014, eine Minute vor 15:00 Uhr, wurden die Feuerwehren von Sierning, Bad Hall und Neuzeug-Sierninghofen …
… FF Sierning: 18 Mann/3 Fzge.; FF Bad Hall 21 Mann/3 Fzge.; FF Neuzeug: 15 Mann/2 Fahrzeuge) mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall – eingeklemmte Person“ auf die Voralpen-Bundesstraße B122 in den Ortsteil Neuzeug gerufen.

Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges bot sich ein Bild der Verwüstung: Die beiden beteiligten Unfallfahrzeuge, ein weißer Pkw mit SR Kennzeichen und ein weißer Kleinbus mit SE Kennzeichen waren offenbar auf der B122, ungefähr auf Höhe der sogenannten „Wahlmühle“ frontal zusammengestoßen und in denn Straßengraben geschleudert worden. Der Kleinbus prallte nach dem Zusammenstoß noch gegen einen Baum, wodurch der Lenker schwer verletzt wurde und in seinem Fahrzeug eingeklemmt war.

An der Unfallstelle waren viele Ersthelfer und Schaulustige anwesend, sodass ein Überblicken der Lage in der Anfangsphase schwer möglich war. Schließlich stellte sich heraus, dass in dem verunfallten Kleinbus neben dem Lenker in der ersten Reihe noch zwei Kinder gesessen waren. In der zweiten Sitzreihe war die Mutter und ein weiteres Kind, in der 3. Sitzreihe befand sich ein weiteres, offenbar geistig behindertes, Kind. Bis auf den Lenker waren alle Insassen bereits von Helfern über die defekte Seitenscheibe aus dem Fahrzeug gerettet worden. Im weißen Pkw befand sich die Lenkerin und deren Tochter.

Die Rettung des eingeklemmten Fahrers gelang dann im gemeinsamen Zusammenwirken der Kräfte der FF Bad Hall und Sierning relativ rasch. Hier bewährte sich wieder einmal die Ausstattung mit den „Spine-Boards“ den sogenannten Rettungsbrettern. Dadurch ist eine Fixierung und Achsengerechte Rettung von Verletzten aus den Unfallwracks relativ leicht möglich. Alle Personen wurden mit unbestimmten Verletzungsgrad von den anwesenden Rettungskräften (NEF Steyr und 3 RTW) in das LKH Steyr gebracht.

Bei der Anfahrt musste wieder einmal festgestellt werden, dass die Handhabung der „Rettungsgasse“ offenbar noch immer nicht bei jedem Lenker/in angekommen ist. Leider beginnen immer wieder Fahrzeuglenker, noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte, im Rückstau ihre Fahrzeuge zu wenden. Dadurch kommt es, so wie heute, zu einer Behinderung der Einsatzfahrzeuge, da die Privatfahrer mit ihren quer stehenden Fahrzeugen die Zufahrt komplett blockieren und die rasche Hilfeleistung unter Umständen stark verzögert wird.
