Oö: Wohnhausbrand in der dicht verbauten Altstadt von Schärding

Schärding (Oö): Zu einem Wohnhausbrand in der Lamprechtstraße wurde am Samstag, 6. September 2014, um 07:26 Uhr die Feuerwehr Schärding alarmiert. Bereits bei der Anfahrt …
… war für die Einsatzkräfte der FF Schärding starke Rauchentwicklung aus dem Dachgeschoss sichtbar. Daher wurden sofort die Feuerwehren Brunnenthal, St. Florian am Inn sowie aus Deutschland die Feuerwehr Pocking mit dem Tanklöschfahrzeug und der Drehleiter zur Unterstützung angefordert.

Für Einsatzleiter Markus Furtner war bereits beim Eintreffen klar, dass sich im Gebäude noch Personen befinden. Nachdem dort die Altstadthäuser direkt mit nur einer Mauer aneinandergebaut sind, war die Brandausbreitung auf die Nachbarobjekte nach der Personenrettung die größte Gefahr. Fünf Personen konnten sich selbstständig aus dem Gebäude retten, drei weitere verließen an Anweisung der Feuerwehr das brennende Gebäude. Aufgrund der dramatischen Brandentwicklung wurden bereits 10 Minuten nach dem ersten Notruf die Feuerwehren Höcking, Rainbach/Innkreis, Suben und Wernstein nachalarmiert.

Sofort wurde mit der Brandbekämpfung unter Einsatz von mehreren Atemschutztrupps begonnen. Parallel dazu wurden die ersten Löschleitungen aufgebaut, um ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude zu verhindern. Zeitgleich fand der Aufbau der Löschwasserversorgung aus dem umliegenden Hydrantennetz sowie aus dem Inn statt. Die Lamprecht- und Innbruckstraße mussten für den gesamten Verkehr gesperrt werden.

Mit zwei Drehleitern wurde der Brand „von oben“ bekämpft. Die Löscharbeiten konnten aufgrund der starken Rauchentwicklung nur unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Ingesamt wurden mehr als 40 Atemschutzträger eingesetzt.

Auch mit zwei Wasserwerfern über die Drehleitern wurde der Brand bekämpft. Ein Übergreifen auf die angrenzenden Gebäude konnte durch den raschen Einsatz verhindert werden. Aufgrund der Höhe des Gebäudes wurde die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr St. Aegidi, zur Sicherung der Einsatzkräfte von oben, alarmiert.

Die Rückseite des Brandobjektes konnten die Atemschutztrupps nur über eine schmale mittelalterliche Feuergasse mittels einer tragbaren Schiebeleiter erreichen.
Im Einsatz standen 9 Feuerwehren mit 24 Fahrzeugen und 135 Mann.
