Stmk: 192 Atemschutztrupps im Brandsimulationscontainer

Knittelfeld / Judenburg (Stmk): Extreme Hitze, Lärm und keine Sicht außer den schwarzen Rauch der gegen das Visier der Atemschutzmaske weht. Dies sind die Arbeitsbedingungen eines Feuerwehrmannes im Brandeinsatz mit schwerem Atemschutz.
Um die Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehren des Feuerwehrbereiches Knittelfeld und Judenburg in den Techniken und Gefahren eines Brandeinsatzes zu schulen, wurde am vergangenen Wochenende der mobile Brandsimulationscontainer gemietet.
192 Atemschutzgeräteträger aus dem Bezirk Murtal hatten die Möglichkeit, beim mobilen Brandsimulationscontainer ihr Wissen und Können bei der Brandbekämpfung unter Beweis zu stellen. Im Brandcontainer musste jeder der 64 Atemschutztrupps einen Gasflaschenbrand, einen Fettbrand und einen Zimmerbrand mit Flash Over bekämpfen.

Der so genannte „Flashover“ tritt aufgrund der enormen Hitzeentwicklung und der Bildung von Rauchgasen in geschlossenen Räumen auf. Dies kann dazu führen, das Gegenstände unerwartet zu brennen beginnen, die sich nicht direkt neben der Brandstelle befinden. Im schlimmsten Fall kann plötzlich der ganze Raum in Flammen stehen. Sollte es wie in diesem Brandsimulator, zu einem Flashover kommen entsteht eine Temperatur in der Rauchschicht zwischen 400 und 500 Grad Celsius.
„Ziel dieser sprichwörtlich „heißen“ Ausbildung war es, den richtigen Umgang mit den verschiedenen Strahlrohren, das richtige Anlegen der Schutzausrüstung, das Umlenken von Flammen mit Hilfe des Wasserstrahls, das richtige Öffnen von Türen und das Absuchen verrauchter Zimmer unter Anwendung verschiedener Suchtechniken bis zu Perfektion zu beüben“, so Oberbrandinspektor Walter Leitold, Bereichsbeauftragter für Atemschutz des BFV Knittelfeld.
