Deutschland: Sprinkler flutet drei Etagen eines Hotels mit 15.000 l Wasser
Düsseldorf (Deutschland): Durch Bauarbeiten ausgelöst, sorgte in Düsseldorf gegen 20.35 Uhr des 13. August 2014 ein Sprinkler der Löschanlage in einem Hotelkomplex in Stadtmitte für einen Wasserschaden. Etwa 15.000 Liter Wasser liefen aus.
Die Feuerwehr kam „automatisch“ ohne Notruf zum Ladenlokal in der Herberge. Nach rund 90 Minuten war das Wasser größtenteils abgesaugt.
Am Dienstagabend ertönte in der Leitstelle der Feuerwehr der automatische Feueralarm einer Brandmeldeanlage vom Hotel mit Ladenlokalen an der Theodor-Körner-Straße. In Erwartung eines Feuers, eilte der Löschzug 1 von der Feuerwache Hüttenstraße zum vermeintlichen Brandort. In der „Brandmeldezentrale“ des noblen Hauses zeigte das Tableau die Auslösung der Sprinkleranlage der „Gruppe 3“ an, berichtet Einsatzleiter Michael Brüls. Schnell war klar, das es keinen Brand gibt: Weder Rauch noch Flammenschein konnten die Wehrleute ausfindig machen. Stattdessen stand das Wasser fünf Zentimeter hoch – verteilt über drei Etagen mit etwa 400 Quadratmeter Fläche.
Sofort drehten die Feuerwehrleute das Ventil an der Sprinkleranlage für die betroffene Leitung zu. Allerdings erstreckt sich der Leitungsstrang über neun Stockwerke und drei Kellergeschosse. Deshalb lief das Wasser aus der Leitung über die Sprinklerköpfe heraus auf den Boden. Hauptsächlich war der erste Stock davon betroffen. Auch lief das Wasser durch Deckenöffnungen hinunter über den Verkaufsraum im Erdgeschoss bis in die erste Kellerebene vom Ladenlokal.
In der ersten Etage lief das „bereitgestellte Löschwasser“ in das angrenzende Hotel, wo rund 30 Quadratmeter Hochflorteppich und Marmorboden nass wurden. Mit zwei Wassersaugern und einer Tauchpumpe ausgestattet, gingen die Wehrmänner ans Werk und beseitigten den Wasserschaden. Im Parterre entsteht zurzeit ein Modegeschäft. Bei Spachtelarbeiten an der Decke schlug ein Bauhandwerker vermutlich unbeabsichtigt den Sprinklerkopf mit der Glättkelle ab.
Dadurch löste die Sprinkleranlage aus. Das Wasser beschädigte den Laminatboden und viele Gipskartondeckenplatten sogen sich voll und müssen nun ersetzt werden. Die Feuerwehr schätzt den Schaden auf etwa 20.000 Euro.
