Deutschland: Lagerhallengroßbrand in Düsseldorf
Düsseldorf (Deutschland): Am Nachmittag des 30. Juni 2014 kam auf dem Gelände eines Recyclingbetriebes auf dem Mündelheimer Weg in Düsseldorf zu einem Brand in einer Lagerhalle. Die Flammen schlugen bei dem Eintreffen der
Feuerwehr bereits aus dem Dach.
Um 14.26 Uhr erreichte der erste Notruf die Feuerwehrleitstelle. Nach der detaillierten Meldung alarmierte der Feuerwehrdisponent gleich zwei Löschzüge, mehrere Sonderfahrzeuge und Rettungsdiensteinheiten. Die ersten Kräfte meldeten eine 30 mal 30 Meter große Lagerhalle, die bereits komplett brannte. Weitere Einheiten, bestehend aus Kräften der Freiwilligen und Berufsfeuerwehr begaben sich zusätzlich zum Einsatzort.
Der Einsatzleiter versicherte sich zunächst, dass keine Menschen mehr in der Lagerhalle in Gefahr waren. Zeitgleich löschten die ersten Einheiten von mehreren Seiten mit Löschrohren und über Drehleitern. Durch den schnellen und massiven Einsatz an Löschmittel ist der Brand auf die Lagerhalle begrenzt. Durch die enorme Rauchentwicklung entschied die Einsatzleitung sich früh dazu die Anwohner in den Stadtteilen Lichtenbroich, Rath, Unterrath, Mörsenbroich und Grafenberg vorsorglich zu warnen. Sie sollen bis die Rauchentwicklung nachlässt bitte ihr Fenster und Türen geschlossen halten.
Im Augenblick – 16.30 Uhr – befinden sich 130 Feuerwehrkräfte an der Einsatzstelle. Es wird gebeten den Bereich um den Mündelheimer Weg zu umfahren. Zur Brandursachenfindung ist die Kriminalpolizei bereits angefordert.
Update per 20.50 Uhr: Das Feuer ist nach mehreren Stunden unter Kontrolle. Die Feuerwehreinsatzkräfte sind weiter an der der Einsatzstelle mit Nachlösch- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Die in der Halle gelagerte Folie muss aufwendig mit Baggern aus der abgebrannten Lagehalle transportiert und verteilt werden. Nur so können auch die letzten Brand- und Glutnester abgelöscht werden. Dafür plant die Einsatzleitung noch einige Stunden ein. Die Kräfte wurden inzwischen aber auch deutlich reduziert. Zwei Löschzüge und Sondeinheiten befinden sich noch am Brandobjekt.
Die Warnung über die Geruchsbelästigung wird auf Anordnung der Feuerwehr ab sofort nicht mehr im Radio durchgesagt. Das Geschlossenhalten von Fenstern und Türen ist nicht mehr notwendig. Der Einsatzleiter schätzt den Schaden auf rund eine halbe Million Euro.
