Oö: Motordiebe gefährden Feuerwehreinsätze
Oberösterreich: Große Unruhe herrscht unter Feuerwehren und Bootsbesitzern: Eine Bande hat es auf teure Außenbordmotoren abgesehen und bereits mehrmals zugeschlagen. Zwei Feuerwehren und zwei private Bootsclubs wurden bisher Opfer der Diebe.
Das letzte Opfer der Außenbordmotordiebe ist der Segelclub Kronstorf. Wie viele Motoren dort gestohlen wurden steht derzeit nicht fest, es waren aber zumindest zwei. Bei Bootsbesitzern und Feuerwehren steigt die Unruhe, denn in den letzten Wochen schlugen die Diebe insgesamt vier Mal an unterschiedlichen Liegeplätzen zu.
Vier Außenbordmotoren gestohlen: Neben dem Segelclub Kronstorf sind aus einem Bootshaus in Steyregg, von einem Einsatzboot der Feuerwehr Ennsdorf im Ennshafen und von einem Boot der Feuerwehr St. Nikola, die ein Feuerwehrboot in der Donau liegen hat, die Außenborder verschwunden.
Für die kleine Feuerwehr von St. Nikola ist der Verlust besonders schmerzhaft, bestätigt Kommandant Leopold Fasching, der den Schaden auf insgesamt 10.000 Euro schätzt. Der Schaden sei auch nicht versichert, weil es in „dieser Beziehung“ bisher keine Probleme gegeben habe.
Verzögerungen bei Personenrettungen: Das Boot ließen die Diebe fachmännisch verknotet zurück. Falls das Feuerwehrboot mit einem neuen Motor ausgestattet werden kann, muss über schärfere Sicherungsmaßnahmen nachgedacht werden. Eine Möglichkeit wäre, das Boot nach den Einsätzen aus dem Wasser zu nehmen und im Feuerwehrhaus zu verwahren. Das würde jedoch laut Fasching im Ernstfall zu Verzögerungen von etwa einer Viertelstunde führen, was bei Personenrettungen dramatische Folgen haben könnte.
Die Polizei weiß nicht, ob alle vier Coups auf das Konto derselben Diebe gehen. Die Ermittlungen wurden jetzt gebündelt und werden vom Landeskriminalamt geführt.
