Sbg: Viel zu wenig Feuerwehrfrauen
Salzburg: Salzburgs Feuerwehren planen eine Charme-Offensive, um mehr Frauen anzulocken. Es gibt noch immer viel zu wenig Feuerwehrfrauen. Beim Landesfeuerwehrtag in St. Michael (Lungau) wurde kürzlich beraten, wie man das verbessern kann.
Bei diesen Ehrenamtlern gibt es – wie bei den meisten Blaulicht-Einsatzorganisationen – noch immer zu wenig Frauen: Helene Harl von der Feuerwehr Großgmain (Flachgau) ist eine von nur 347 Feuerwehrfrauen im Bundesland Salzburg: „Die Feuerwehr ist einfach richtig für mich. Mein letzter großer Einsatz war beim Brand vom Latschenwirt. Da bin ich mit dem Atemschutztrupp reingegangen.“
„Bin Frau Oberfeuerwehrmann“
Und Susanne Nußdorfer rückt mit den Kameraden der Feuerwehr Lengfelden (Flachgau) aus: „Ich bin Frau Oberfeuerwehrmann. Für mich ist das Dabeisein das Wichtigste.“ Derzeit ist die Zahl der Feuerwehrfrauen in Salzburg rückläufig, beklagt Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter: „Wir haben bei unseren 10.000 aktiven Mitgliedern nicht ganz vier Prozent Frauen, also knapp 400. Bei der Feuerwehrjugend sind es 16 Prozent Mädchen, da sieht es schon besser aus.“
Noch zu wenig Duschen und WC
In der Ausbildung sind Frauen den Männern gleichgestellt. Die einzelnen Feuerwehren in den Gemeinden müssten aber bessere Voraussetzungen für die Kameradinnen schafften – auch Geld investieren, so der Landeskommandant: „Bei Duschen und WC müssen die Möglichkeiten geschaffen werden, das obliegt den Teams in jeder Gemeinde.“
Mehr als 17.000 Frauen in Österreich
Österreichweit ist der Frauenanteil mit 5,1 Prozent etwas höher als in Salzburg. Von den bundesweit 337.700 Mitgliedern sind 17.312 weiblich.
