Österreich: Das „KDF“ als „Führerfahrzeug“ – Ein Leserkommentar
Österreich: Heftige Wellen hat im Laufe des 26. Mai 2014 ein Kommentar in der „Wiener Zeitung“ geschlagen (Fireworld.at berichtete). Eine Einsendung eines Feuerwehrmannes zu diesem Artikel der Wiener Zeitung.
Sehr geehrter Herr Baumgartner,
lieber Feuerwehrfeind!
Ich bin Feuerwehrmann. Freiwillig und hauptberuflich. Ich liebe meinen Beruf – genauso, wie ich diesen auch als Hobby liebe. Auch meine Familie liebe ich sehr. Und dennoch habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur im Beruf mein bestes zu geben, sondern auch in meiner Freizeit meinen Mitmenschen rasche und professionelle Hilfe zukommen zu lassen – und damit viele Freizeitstunden gerne Fremden zu schenken, die auch meiner Familie gebühren würden.
Ich bin 34 Jahre alt. Und auch ich hatte Geschichtsunterricht und lernte auf diese Art die Gräueltaten des zweiten Weltkriegs kennen. Ich war damals nicht dabei. Aber der Geschichtsunterricht alleine reicht, um sich zu wünschen, dass so etwas nie, nie, nie mehr wieder passiert. Gerade meine „Zweitfamilie Feuerwehr“ hat in diesen Tagen gezeigt, dass wir unseren Nachbarn gerne helfen. Hochwasser im ehemaligen Yugoslawien – teilweise noch immer vom Balkankrieg der 90er Jahre gezeichnet. Österreichische Feuerwehrangehörige, die binnen Stunden vor Ort waren um Menschen zu helfen. Ich bin kein Nazi, ich bin kein „Rechter“. Aber ich lebe so wie viele andere Feuerwehrangehörige die Ideologie des Helfens. Beruflich und in meiner Freizeit.
Im Laufe des heutigen Tages habe ich versucht, Ihren Artikel zu verstehen und Ihren Zusammenhang zwischen einem Kommandofahrzeug und dem Dritten Reich für mich verständlich zu machen. Es hat nicht geklappt.
Meinen Leserkommentar auf dieser Feuerwehr-Onlineplattform möchte ich dazu nutzen, um Ihnen die Angst vor Feuerwehrmitgliedern zu nehmen. In keinem „KDF“, in keinem RLF oder irgendeinem anderen Fahrzeug der Feuerwehr, lauert ein Nazi um irgendjemandem Schaden zuzufügen. Wir sind nachwievor dieselben Personen: Familienväter, Feuerwehrmänner (und -Frauen), die immer da sind, wann immer jemand unsere Hilfe benötigt – selbstverständlich auch für Menschen, deren Artikel über eine ehrenwerte Berufsgruppe gänzlich entgleist sind.
Name der Redaktion bekannt
Immer diese Abkuerzungen: „Kraft durch Freude“ – Kommentar der Wiener Zeitung (FIWO, 26.5.14)
