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Bayern: Mann in stillgelegtem Frauengefängnis eingeschlossen

München (D): Zu einem absolut ungewöhnlichen Einsatz wurde am Abend des 22. Mai 2014 die Besatzung eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges alarmiert.

Ein 42-jähriger Mann spazierte an der ehemaligen Justizvollzuganstalt „Neudeck“ vorbei. Dabei bemerkte er eine offene Seitentüre und betrat das leerstehende Gefängnis. Bauartbedingt hat ein Gebäude dieser Nutzung nur außen Türgriffe, nicht innen. Dies bemerkte der „Gast“ aber erst nachdem die Tür ins Schloss fiel. Er irrte im gesamten Frauengefängnis umher um einen offenen Ausgang zu finden. Da seine Suche erfolglos blieb, rief er in seiner großen Verzweiflung die Feuerwehr an. Auch die alarmierten Einsatzkräfte standen vor einem Problem. Durch die Sicherheitseinrichtungen an den Schlössern, Türen und dem Gebäude allgemein, war ein einfaches Eindringen von außen unmöglich.

Die staatlichen Einrichtungen in München verfügten über keine Schlüssel mehr. Diese wurden beim Verkauf an den Besitzer übergeben, der allerdings nicht erreichbar war. Ein Polizist vor Ort kannte sich in dem Gebäude noch sehr gut aus, und dirigierte den hilflosen Mann im inneren des Gebäudes mittels Mobiltelefon zur ehemaligen Leitwarte des Gefängnisses. Dort angekommen konnte er über die funktionsfähigen Schalter das große Eingangstor öffnen. Vom Innenhof aus konnte nun direkter Kontakt durch die Panzerglasfront zu dem sichtlich peinlich berührten Gefangenen aufgenommen werden. Schließlich konnte der unfreiwillige Insasse über ein nicht mehr intaktes Lüftungsgitter aus der Leitwarte „seines Gefängnisses“ befreit werden.

Berufsfeuerwehr Muenchen
Justizvollzugsanstalt Neudeck (Wikipedia)

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