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Nö: Starkregen -> Hochwasserbericht Niederösterreich für 16.05.2014

Niederösterreich: Die Freiwilligen Feuerwehren in NÖ zeigen per 16. Mai 2014 wieder einmal, mit welcher Schlagkraft sie für die Bevölkerung Niederösterreichs einstehen. In den vergangenen 24 Stunden …

… sind im südlichen Mostviertel und Industrieviertel deutlich über 100 Liter Regen pro Quadratmeter flächig gefallen. Dieses Starkregenereignis lies die Zubringer südlich der Donau massiv ansteigen. Die Flüsse und Bäche im Mostviertel liegen im Bereich eines 5- bis 30-jährigen Hochwassers. In einigen Oberlaufbereichen der Pielach und Ybbs wurde sogar ein 100-jähriges Hochwasser lokal überschritten.
Dem nicht genug, sind von Freitag bis Sonntag früh, 18. Mai 2014, weitere 50 Liter/m² zu erwarten. Der Schwerpunkt der Niederschläge wird am Freitag bis in die Abendstunden erwartet.


Die Feuerwehren in Niederösterreich sind derzeit mit 3.400 Einsatzkräften und 500 Fahrzeugen im massiven Einsatz. Insgesamt wurden 265 Feuerwehren örtlich bzw. aus den betroffenen Bezirken alarmiert. Zusätzlich zu diesem Aufgebot sind drei Katastrophenhilfsdienstzüge aus dem Norden Niederösterreichs mit 150 Einsatzkräften und mehrere Sonderpumpanlagen im Dauereinsatz.

Weiter südöstlich im Wienerwald zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. In der Wachau ist entlang der Donau mit einem sehr raschen Anstieg des Pegels zu rechnen. Jedoch sollte der prognostizierte Pegelstand von ca. 710 cm nur zu geringen Arbeiten der Feuerwehren entlang der Donau führen. Einige Feuerwehren beginnen mit den ersten Aufbauarbeiten des mobilen Hochwasserschutzes laut Alarmplan, indem Durchgänge verschlossen werden.


Ein Hotspot ist derzeit in Opponitz, wo zwei Wohnhäuser durch eine Hangrutschung bedroht werden. Mehrere Gemeinden sind hier im Bezirk Amstetten auf dem Straßenweg aufgrund von Vermurungen nicht erreichbar. Ein ähnliches oder schwerwiegenderes Bild bietet sich im Bezirk Lilienfeld und Scheibbs. Mehrere hunderte Häuser, Keller und Objekte stehen hier unter Wasser. Auch Kläranlagen, Fußballplätze und Bäder sind hier teilweise betroffen.

In Frankenfels, Bezirk St. Pölten, ist die Trinkwasserversorgung zusammen gebrochen, hier wird mit Tanklöschfahrzeugen an einer provisorischen Wasserversorgung gearbeitet. In Hofstetten werden in der Brunnensiedlung rund 80 Häuser über Zillen mit den wichtigsten Lebensmitteln und Medizin versorgt.

Die Feuerwehrkräfte vor Ort sind teilweise schon seit den frühen Morgenstunden im Einsatz. Zeichen der Erschöpfung lassen sie sich aber nicht an kennen. Von den Einsatzleitungen, Bezirksführungsstäben und Landesführungsstäben wird schon an den nächsten Einsatztagen geplant und gearbeitet, um die Kräfte vor Ort ablösen zu können.


Speziell in den nördlichen Bezirken Niederösterreichs stehen Feuerwehren und Katastrophenhilfsdienstzüge auf Abruf bereit. Speziell die Aufräumarbeiten werden die Einsatzkräfte bis Sonntag oder darüber hinaus fordern. Aber es zeigt sich wieder einmal, dass die große Familie Feuerwehr gerade an Tagen wie diesen zusammen hält!

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