Technisch

Nö: Starkregen: Hochwasser-Katastrophenalarm im Bezirk St. Pölten

St. Pölten (Nö): Aktuell stehen per 09.30 Uhr des 16. Mai 2014 20 Feuerwehren mit 55 und 250 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz.

Update: 14.30 Uhr

Im Pielachtal ist der gleichnamige Fluss an vielen Stellen über die Ufer getreten. Etliche Straßen sind nicht passierbar. Alle lokalen Feuerwehren sind bei Sicherungs- und Rettungsmaßnahmen im Einsatz.


Im unteren Traisental werden von den Feuerwehren ebenfalls bereits Sicherungsmaßnahmen gesetzt, an einigen Stellen ist die Traisen schon über die Ufer getreten.


Von den Feuerwehren werden Sandsäcke gefüllt und geschlichtet sowie die Bevölkerung unterstützt. Der bezirksführungsstab St. Pölten ist ebenso aufgestellt und koordiniert die Maßnahmen.

Update per 14.30 Uhr:
Starke Niederschläge in den letzten Stunden sorgen für ein Hochwasser entlang der Flüsse Traisen & Pielach im Bezirk St.Pölten. Um 11:30 Uhr wurde im Bezirk St.Pölten von Behördenseite die Katastrophe ausgerufen. Aktuell stehen 45 Feuerwehren mit 80 Fahrzeugen und rund 514 Einsatzkräften im Einsatz.

• Pielachtal: Alle Feuerwehren im oberen Pielachtal stehen im Hochwassereinsatz. Die Gemeinden Frankenfels, Kirchberg/Pielach und Rabenstein sind auf dem Landweg nur erschwert passierbar. Hier steht jeweils die LB39 unter Wasser. Von den Feuerwehren wurden und werden Sandsäcke geschlichtet und Objekte gesichert sowie die Bevölkerung unterstützt. In Hofstetten ist die Pielach über den Damm getreten und hat ca. 80 Häuser überflutet. Ein HQ30 wurde erreicht. Am Nachmittag werden auch durch zwei Tanklöschfahrzeuge aus dem Bezirk Amstetten Trinkwasserversorgungsfahrten in Raum Frankenfels aufgenommen.
• Landeshauptstadt: In der Landeshauptstadt wurden mobile Hochwasserschutzwände aufgebaut und Dämme gesichert. Hier kam es bereits zu ersten Ausuferungen der Traisen. 4000 Sandsäcke werden von den Feuerwehren am Wirtschaftshof gefüllt und vorbereitet.
• Traisental: Entlang der Traisen unter- und oberhalb der Landeshauptstadt kam es ebenfalls zu ersten Überflutungen.
Der Eisenbahnbetrieb zwischen Traismauer und Herzogenburg wurde eingestellt. Von den Feuerwehren werden laufend Dammkontrollen und Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Weitere Maßnahmen sind hier aktuell nicht notwendig.

Als Unterstützung für die Feuerwehren in den Einsatzgebieten wurden starke Unterstützungskräfte aus dem Raum Herzogenburg und Neulengbach alarmiert. Diese Unterstützungseinheiten wurden mit zusätzlichen Pumpen, Notstromaggregaten und Sandsäcken ausgestattet. Die Feuerwehren bitten Fahrten ins Katastrophengebiet zu unterlassen. Die Schaulustigen behindern die Einsatzkräfte und gefährden sich selbst.

Bezirks-Feuerwehrkommando St. Poelten


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