Sbg: Verkehrsunfall unterbricht Florianifeier in Kuchl

Kuchl (Sbg): Die Florianifeier 2014 stand ganz im Zeichen des 130-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Kuchl.
In seiner Festrede am Kuchler Marktplatz zog Ortsfeuerwehrkommandant ABI Rupert Unterwurzacher einen Vergleich von der Gründerzeit im Jahre 1884 bis heute. Wurde im ersten Jahr des Bestehens ein einziger Brand bekämpft, so mussten die Kuchler Feuerwehrleute 2013 insgesamt 251-mal zu Einsätzen ausrücken.
Auch die Qualität sowie die Anzahl der Übungen und Weiterbildungen sind äußerst stark gestiegen. 127 Schulungseinheiten wurden im abgelaufenen Jahr dafür in Kuchl abgehalten. 120 aktive Damen und Herren, 14 Jugendmitglieder und 56 nichtaktive Mitglieder bilden gegenwärtig die Mannschaft der Feuerwehr Kuchl. Obwohl der Nachwuchs derzeit gesichert ist, freut sich der Ortsfeuerwehrkommandant über jedes neue, interessierte Mitglied, egal ob männlich oder weiblich: „Wir bieten neben einer sinnvollen Freizeitgestaltung, ein ausgezeichnetes Teamwork, die problemlose Aufnahme ins örtliche Gemeinschaftsleben, vor allem aber die Möglichkeit, in Not geratenen Mitmenschen zu helfen“ verspricht ABI Rupert Unterwurzacher „und diese unentgeltliche Aufgabe wird mit Dank und Anerkennung durch die Bevölkerung belohnt.“ Diese Anerkennung zeigte sich auch heuer wieder im ausgezeichneten Besuch der Kuchler Bevölkerung bei der Florianifeier.

Nach den Festreden von Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Wessely Rudolf und Bürgermeister Andreas Wimmer, die sich von der Florianifeier in Kuchl beeindruckt zeigten und die sich für die geleistete Arbeit der Kuchler Feuerwehr bedankten, wurde die Feier mit dem Mittagessen, umrahmt von der Musikkapelle Kuchl, fortgesetzt.
Unfalleinsatz: Dass die Feuerwehr zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit ist, zeigte sich, als am Nachmittag plötzlich die Sirenen heulten. Auf der Tauernautobahn wurde ein PKW bei einem spektakulären Verkehrsunfall auf die Betonleitschiene und anschließend auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Der Fahrzeuglenker wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades vom Roten Kreuz versorgt und ins UKH gebracht.

Man kann von wirklich großem Glück sprechen, dass keine weiteren Personen und Fahrzeuge zu Schaden gekommen sind. Nach den erforderlichen Arbeiten der gut 60 eingesetzten Kuchler Feuerwehrleute (Hauptwache Kuchl und Löschzug Jadorf) konnte der Florianitag 2014 doch noch einen gemütlichen Ausklang finden.
