Brand

Deutschland: Zwei Küchenbrände kurz hintereinander

Düsseldorf (D): Zwei ausgedehnte Küchenbrände auf der Eupenerstraße in Heerdt und der Charlottenstraße in der Stadtmitte hielten am Abend des 11. April 2014 die Innenstadtfeuerwachen eins bis vier in Atem. Verletzt wurde niemand.

Um 18.00 Uhr eilten die Feuerwachen Hüttenstrasse und Quirinstrasse zu einem gemeldeten Küchenbrand auf der Eupenerstraße. Da auf Grund der ersten Meldungen nicht klar war, ob auch die Feuerwehr Neuß zuständig ist, wurde diese über die Leitstelle Neuß mit alarmiert. Die Kollegen kamen auch mit drei Fahrzeugen zur Unterstützung. Das Öl in der Pfanne einer Wohnung im 3. Obergeschoss war zu heiß geworden und hatte Feuer gefangen. Die eingeleiteten Löschversuche des allein lebenden ca.45 jährigen Mieters mit trockenen Handtüchern schlugen fehl. Daraufhin machte er das einzig Richtige und brachte sich in Sicherheit. In der Eile ließ er die Haustüre offen und das Treppenhaus verrauchte. Den eintreffenden Kräften kamen die Bewohner der anderen Wohnungen durchs Treppenhaus entgegen. Sie wurden in Sicherheit gebracht. Den Mieter der Brandwohnung und eine weitere Person behandelte der Rettungsdienst. Die Ausatemluft der Betroffenen wurde mit einem Spezialgerät auf Schadstoffe überprüft. Es konnten keine erhöhten Werte festgestellt werden. Ein Löschtrupp eilte über den Treppenraum zur brennenden Küche und bekämpfte das Feuer mit einem Löschrohr. Er brachte das Feuer schnell unter Kontrolle, konnte aber den geschätzten Sachschaden von ca. 30.000 Euro auch nicht verhindern. Mit Hochleistungslüftern wurde der giftige Rauch aus dem Treppenraum und der Wohnung geblasen. Die Kollegen der Feuerwehr Neuß brauchten nicht einzugreifen. Die Bewohner konnten ihre Wohnungen zurückkehren. Die Brandwohnung ist zur Zeit nicht mehr bewohnbar. Der betroffene Mann kam bei seiner Mutter, die im 1. Obergeschoss desselben Hauses wohnt, unter. Aus Sicherheitsgründen schalteten die herbeigerufenen Stadtwerke für die Brandwohnung den Strom ab und sperrten die Gasleitung! Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 15 Mann im Einsatz.

Gegen 18.30 kam es dann auf der Charlottenstrasse zu einem weiteren ausgedehnten Küchenbrand. Nachbarn in den Hinterhöfen der Charlottenstrasse waren durch einen lauten Knall aufgeschreckt worden und zu den Fenstern geeilt. Hier sahen sie breite Flammen aus einer Küche im 4. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses schlagen. Auf der Leitstelle gingen in kurzer Zeit mehrere Anrufe ein und so wurden die Feuerwachen Hüttenstraße, Münsterstrasse und Behrenstrasse in Marsch gesetzt. An der Einsatzstelle wurden zuerst die aus den Wohnungen herauseilenden Bewohner in Sicherheit gebracht. Es konnte sich alle im Haus befindlichen Mieter ohne Verletzungen in Sicherheit bringen. Der Einsatzleiter bildete zwei Einsatzabschnitte, um das Feuer umgreifend zu bekämpfen. Im ersten Treppenraum in die 4. Etage, wo ihnen schon starker Rauch und große Hitze entgegenschlug. Bei Vollbränden werden schnell 1000 grad Celsius und mehr erreicht. Die Feuerwache Münsterstrasse griff mit zwei Trupps über Steckleitern vom Hinterhof in den Einsatz ein. Sie erkundeten nach betroffenen Personen, konnten aber keine ausmachen. Der Löschtrupp im Treppenraum kämpfte sich durch die Wohnung zur stark brennenden Küche vor, ein weiterer Trupp kontrollierte die Wohnung zügig auf Personen. Sie konnten schnell Entwarnung geben, die Bewohner waren bei Ausbruch des Feuers nicht zuhause. Das Feuer wurde rasch unter Kontrolle gebracht und die zwei Etagen über der Brandwohnung kontrolliert. Die Bewohner der leicht verrauchten Wohnungen hatten sich vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Die betroffene Wohnung ist unbewohnbar, eine Brandursache wird wohl nur von Spezialkräften der Polizei ermittelt werden können. Die Kripo ist eingeschaltet. Der Schaden beläuft sich auf ca. 80.000 Euro. Rund um die Charlottenstrasse kam es zu Verkehrsbehinderungen. Aufgrund der Enge und er abendlichen Parksituation mussten die Einsatzkräfte umsichtig vorgehen, um vor dem Haus zwei Drehleitern zur positionieren, die zur Menschenrettung hätten eingesetzt werden können. Die Polizei sperrte die Einsatzstelle weiträumig, die hinzugezogenen Kollegen vom Störtrupp der Stadtwerke stellten den Strom ab. Die Feuerwehr war mit 13 Fahrzeugen und 40 Mann im Einsatz.

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