Deutschland: Bei Wohnungsbrand gerettet, im Krankenhaus verstorben
Herdecke (Deutschland): Die Herdecker Feuerwehr wurde am Donnerstag, 3. April 2014, gegen 19:40 Uhr zu einem Wohnungsbrand in der Straße Rostesiepen alarmiert. Eine zunächst von der Feuerwehr gerettete Person verstarb am Abend trotz aller Bemühungen in einem Krankenhaus.

Die Feuerwehr Herdecke wurde von Anwohnern alarmiert, die den Brand wahrgenommen hatten. Sie wiesen die Einsatzkräfte auch vorbildlich ein. Die Feuerwehr war mit dem ersten Löschfahrzeug nach 5 Minuten an der Einsatzstelle. Es wurde festgestellt, dass es sich um einen Wohnungsbrand im Erdgeschoss handelte. Die Wohnung sowie der Flur waren sehr stark verraucht, so dass ein Vorgehen ohne Atemschutz unmöglich war. In der betreffenden Wohnung sollte sich noch eine Person befinden.
Sofort gingen zwei Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung in das Gebäude. Gleichzeitig wurde die Alarmstufe auf „Stadtalarm mit Sirene“ erhöht. In der Wohnung wurde ein 70- jähriger Herdecker vorgefunden. Dieser wurde von den Einsatzkräften der Feuerwehr ins Freie gebracht. Der bereit stehende Rettungsdienst übernahm die Versorgung des Patienten. Im Verlauf der Versorgung musste der Rettungsdienst Wiederbelebungsversuche aufnehmen. Der Patient wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Am Abend wurde bekannt, dass der Patient trotz aller Rettungsversuche im Krankenhaus verstorben ist.
Ein weiterer Trupp ging zur Brandbekämpfung vor: Der Brand konnte schnell mit einem C-Rohr gelöscht werden. Es brannten Einrichtungsgegenstände in der Wohnung. Der Treppenraum wurde parallel zum Vorgehen der Trupps durch einen Hochleistungslüfter rauchfrei gehalten. Weiterhin wurde ein mobiler Rauchverschluss gesetzt. Die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses verblieben in den Wohnungen und waren dort sicher. Eine Etage über der Brandwohnung befand sich ein bettlägeriger Bewohner. Die Wohnung war leicht verraucht. Der Bewohner konnte in der Wohnung verbleiben und wurde während dem Einsatz betreut.
Die Feuerwehr war mit zwei Löschzügen zwei Stunden im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen aus Herdecke und Hagen sowie mit einem Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatz. Die Polizei erschien an der Einsatzstelle und übernahm die Ursachenermittlung sowie die Ermittlung des Sachschadens. Die Feuerwehr kann hierzu keine Auskünfte geben.
Seit dem Jahre 1999 war in Herdecke kein Brand- Rauchtoter mehr zu beklagen. Dieser glückliche Umstand ist leider nun gebrochen.
