Tirol: 13 Verletzte & Schutzstufe-III-Einsatz bei Chlorgasaustritt in Kirchberg

Kirchberg (Tirol): Am Mittwoch, den 26.2.2014 kam es in einem Kirchberger Hotel zu einem Chlorgasaustritt. Die Feuerwehr Kitzbühel wurde mit dem Gefahrengutzug von der Leitstelle Tirol zugleich mit der Feuerwehr Kirchberg mitalarmiert.
Der erste Trupp der Feuerwehr Kitzbühel rüstete sich mit schweren Atemschutz und Schutzstufe 3 aus und begab sich zur genauen Lageerkundung in den Technikraum, in dem sich der Gefahrenstoff befand.
Der Gefahrenstoffbehälter wurde geborgen und im Freien in einem Gefäß mit Kalk neutralisiert. Mittels Prüfröhrchen und Multiwarn-Messgerät konnte von den Trupps eine hohe Chlorgaskonzentration gemessen werden. Der zweite Vollschutztrupp schlug das Medium mit Wasser nieder. Parallel wurde eine Dekostraße mit der Fremdbelüftung aufgebaut.

In diesem Bereich setzten die Einsatzkräfte zwei Atemschutztrupps ein, um die Schutzanzugtrupps zu dekontaminieren. Anschließend wurde der ganze Bereich belüftet. Nachdem bei den Messungen keine gefährdende Konzentration mehr festgestellt wurde, konnte der Einsatz nach Absprache mit dem Feuerwehrchemiker beendet werden.
Ebenso im Einsatz stand die Freiw. Feuerwehr St. Johann
Freiw. Feuerwehr der Stadt Kitzbuehel

ORF-Bericht: Mehrere Verletzte durch Chlorgas
Bei einem Chlorgasaustritt Mittwochvormittag in einem Hotel in Kirchberg sind 13 Personen verletzt worden. Der Hausmeister hatte im Schwimmbadbereich versehentlich zwei Mittel zusammengebracht, die stark reagierten.

Der Hausmeister hatte aus Versehen das Flockungsmittel mit Säure vermischt, wodurch es zu einer starken Reaktion und Freisetzung einer Chlorgaswolke kam, wie Herbert Schreder von Polizei Kirchberg gegenüber dem ORF sagte. Der Hausmeister konnte noch rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich flüchten und Alarm schlagen. Das Hotel wurde in Folge evakuiert.

Frau vor dem Hotel zusammengebrochen
Von den 13 verletzten Personen dürfte eine Person schwerer verletzt sein. Sie hatte ursprünglich zwar angegeben, kein Chlor eingeatmet zu haben, war dann aber auf der Straße vor dem Hotel zusammengebrochen. Alle Verletzten wurden in das Krankenhaus nach St. Johann gebracht. Im Einsatz standen die Feuerwehren von Kitzbühel und Kirchberg mit insgesamt etwa 60 Mann.
