Technisch

Oö: Ammoniakaustritt in Fleischverarbeitungsbetrieb

St. Martin im Innkreis (Oö): In einem Maschinenraum eines Fleischverarbeitungsbetriebes in St. Martin ist es am Mittwoch, 12. Februar 2014 gegen 00:45 Uhr zu einem Ammoniakaustritt gekommen.

Die ursprünglich zu einem Brandmeldealarm alarmierten Feuerwehren St. Martin und Trosskolm konnten bei der Erkundung intensiven Ammoniakgeruch wahrnehmen. Durch einen Atemschutztrupp der FF St. Martin wurden mehrere umgestürzte Ammoniakflaschen vorgefunden.

Unverzüglich wurde um den betroffenen Bereich eine Sicherheitszone errichtet und weitere Feuerwehren alarmiert.
Als Stützpunktfeuerwehr für Vollschutzanzüge wurde die Feuerwehr Ried um 01:06 Uhr zum Einsatzort alarmiert. Einige Minuten später wurde die FF St. Marienkirchen bei Schärding als GSF-Stützpunktfeuerwehr nachalarmiert.

Nachdem sich zwei Atemschutztrupps mit Schutzanzügen Schutzstufe 3 ausgerüstet hatten, konnte mit der genaueren Lageerkundung begonnen werden. Während Wartungsarbeiten an der Kälteanlage stürzten nach ersten Vermutungen mehrere Ammoniakflaschen um. Dabei wurden zwei Flaschen sehr stark beschädigt, wodurch es zum Austritt des gefährlichen Stoffes kam.

Die genaue Unfallursache wird ermittelt.
Die leckgeschlagenen und stark verformten Gasflaschen wurden in Zusammenarbeit der Feuerwehren St. Marienkirchen bei Schärding geborgen und in Sicherheit gebracht.

Nach umfangreichen Belüftungsmaßnahmen sowie der Dekontamination der eingesetzten Schutzanzüge konnte die Feuerwehr Ried um 03:45 Uhr wieder einrücken. Da sich zum Unglückszeitpunkt kein Mitarbeiter in der unmittelbaren Umgebung aufhielt, wurde bei diesem Zwischenfall niemand verletzt.

Freiw. Feuerwehr Ried im Innkreis

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