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D: Ausbildungstag mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Augsburg

Augsburg (D): Als letztjähriger Schwerpunkt bei der Abteilung Sonderausbildung, entschloss sich die Berufsfeuerwehr Augsburg dem Thema „Brand in Senioren und Behindertenheimen“ zu widmen.

Dazu wurden acht Termine über das Jahr verteilt angesetzt. Um die Übungen so realistisch wie möglich zu gestalten, konnte der Einrichtungsleiter der Ulrichswerkstätten Augsburg, Herr Hampp als Partner des Projektes gewonnen werden. Die UWA Mitarbeiter erklärten sich bereit an allen Ausbildungstagen mit 15 bis 20 Personendie Übungen zu unterstützen. Die Pflegekräfte in den Augsburger Einrichtungen werden auf Wunsch der Heimleitungen durch die Feuerwehr auf das Richtige Verhalten im Brandfall vorbereitet. Wichtig ist hierbei, die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr richtig zu nützen. Das heißt für das Pflegepersonal Türen und Fenster schließen, so kann sich der Rauch nur schwer im Gebäude ausbreiten. Ebenfalls sollten neben der Rettung der direkt betroffenen möglichst viele Bewohner auf dem Stockwerk in einen sicheren Brandabschnitt verlagert werden. Somit wird zumindest so viel Zeit gewonnen, dass dann, falls überhaupt nötig, mit Hilfe der Feuerwehr eine Evakuierung über die Treppe erfolgen kann.

Das Schulungskonzeptumfasste alle vier Wachschichten im Rahmen der Tagesdienstausbildung. Dabei wurden mehrere Schwerpunkte und Ziele verfolgt. Um die Zusammenarbeit von Heimpersonal und Feuerwehr zu optimieren, wurden die Konzepte und baulichen Besonderheiten im Stadtgebiet durch die Berufsfeuerwehr Augsburg vorgestellt. Anschließend wurden die Rettungskräfte in kleinen Gruppen in verschiedene Rettungstechniken eingewiesen. Dabei wurde sowohl die Rettung einer Behinderten Person im Rollstuhl über die Drehleiter geübt, als auch der Umgang mit Elektrorollstühlen, Bettfixierungen, Treppenhilfen und die Rettung einer im Bett liegenden Person mittels spezieller Evakuierungstüchern. Diese werden von verschiedenen Heimen unter den normalen Matratzen für den Fall einer Rettung ständig vorgehalten. Bei diesen Gruppenaufgaben konnten wir wertvolle Erkenntnisse sammeln und ein Zeitgefühl für dieverschiedenen Techniken entwickeln.

In der zweiten Phase wurden die Techniken dann mit den Mitarbeitern der UWA umgesetzt. Jetzt spielte aber auch der Faktor Zeit eine Rolle. Hierbei wurde genau die Szene nachgestellt, die im Ernstfall entscheidend sein kann. Die Wohngruppe wurde geräumt und alle 20 Bewohner in einen vom Rauch sicheren Brandabschnitt verlegt. Dann trifft die Feuerwehr ein und beschließt in Absprache mit den Betreuern eine Evakuierung über die Treppe. In diesem Schulungsabschnitt lernten wir, dass zwar die Beherrschung der Technik wichtig ist. Aber ebenso entscheidend für den Einsatz stellte sich die soziale Kompetenz der Feuerwehrmänner heraus. Kommunikation mit Betreuern und Betroffenen ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

http://www.feuerwehr-augsburg.de

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