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Europa: Sturmtief „Anna“ fegt über Europa

Europa: Während einige US-Bundesstaaten mit einem heftigen Schneesturm kämpfen, wütet ein Orkantief namens „Anna“ mit einer Gewitterfront über dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Eine Frau wurde dort getötet, als eine heftige Windböe in einem Rohbau eine frisch gemauerte Wand umwarf und die 23-Jährige unter sich begrub. In Essen setzte ein Blitz den höchsten Kirchturm der Stadt in Flammen. 24 Verkehrsunfälle und 352 Einsätze gingen auf das Konto von „Anna“, teilte die Landesleitstelle in Duisburg am Samstag, den 4. Jänner 2014, mit. Der Löscheinsatz am 74 Meter hohen Turm der 100 Jahre alten Essener Pfarrkirche St. Hubertus und Raphael stellte die Feuerwehr vor eine besondere Herausforderung. Sie forderte einen 84 Meter hohen Spezialkran an, um der Flammen Herr zu werden.

Erst nach mehreren Stunden konnte das unter der Dachverkleidung lodernde Feuer am Samstag in der Früh gelöscht werden. Befürchtungen, der Turm sei einsturzgefährdet, bewahrheiteten sich nicht. Die Polizei hatte vorsichtshalber drei Wohnhäuser und das Pfarrhaus evakuiert. Die Unwetterzentrale in Bochum registrierte Orkanböen mit einer Spitzengeschwindigkeit von 119 Stundenkilometern. Die stärkste Böe wurde in Issum am Niederrhein gemessen.

Überschwemmungen auf der Insel
Auch in Großbritannien haben Stürme für Chaos gesorgt: Hochwasser verursachten am Samstag erneut überschwemmte Straßen, überflutete Keller und Verkehrsbehinderungen. Für Teile von Wales und Südwestengland sowie Schottland und einige Orte an der Ostküste Englands galten wie bereits in den vergangenen Tagen Unwetter- und Hochwasserwarnungen. Für das Wochenende sagten Meteorologen weitere Stürme voraus. In der Grafschaft Devon wurde ein 18-Jähriger vermisst. Er war zuletzt gesehen worden, als er einen Küstenpfad entlang ging, um Fotos von den Wellen zu machen. In der vergangenen Woche waren zwei Menschen gestorben, weil sie in den Stürmen aufs Meer hinausgespült worden waren.

Kurier.at, mit Bildern

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