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Oö: FF Frauschereck bekam eine Atemschutzträgerin

St. Johann (Oö): Katharina Mitterbauer (20) von der Feuerwehr Frauschereck hat als zweite Frau im Bezirk Braunau den Lehrgang für das Tragen von schwerem Atemschutz an der Landes-Feuerwehrschule in Linz absolviert.

Die Entscheidung für den anstrengenden Lehrgang viel ihr nicht schwer. „Ich nehme neue Herausforderungen gerne an. Die Arbeit mit schwerem Atemschutz ist so interessant, weil diese Tätigkeit zum Beispiel bei der Menschenrettung eine große Bedeutung hat. Dazu kommt noch, dass meine Arbeitsstelle unweit des Feuerwehrhauses liegt, so kann ich auch an Arbeitstagen als Atemschutzträgerin rasch am Einsatzort sein. Und für weitere Lehrgänge stehen mir jetzt auch die Türen offen“, freut sich Katharina bereits auf künftiges Neuland.

Auf den Inhalt des Lehrganges angesprochen, beschreibt Mitterbauer die Ausbildung recht ausführlich: „Beim Thema Atemschutz geht es darum, dass man in einer Umgebungsluft im Einsatz steht, die für Menschen nicht mehr atembar ist und sogar tödlich sein kann. Dafür muss man eine Menge Theorie lernen: Erste-Hilfe-Maßnahmen, richtiges Atmen, aber auch die Wartung und Pflege der Geräte. Wirklich heiß wird es dann in der Praxis mit dem schweren Atemschutzgerät. Beispielsweise im Brandhaus, wo wir Menschenrettungen mit echt schweren Puppen simuliert haben und große Gasflaschen über Treppen geborgen haben, wo es auch wirklich brennt und im stockdunklen Keller Hindernisse auf engem Raum überwunden werden müssen. Laufen am Morgen mit und ohne Schutzmaske, eine Endlosleiter und Kraftübungen unter Zeitvorgaben stehen am Stundenplan. Und das Kriechen in der Übungsstrecke, dem berüchtigten Käfig bei etwa 40 Grad Raumtemperatur, mit der gesamten Einsatzbekleidung und dem schweren Gerät, versteht sich.“
Die Grundkenntnisse konnte sich Katharina vor der Ausbildung in der eigenen Feuerwehr in Frauschereck aneignen.

Das war wohl auch wichtig, da sie in ihrem Lehrgang die einzige Frau unter etwa vierzig Teilnehmern war. Ob sie in dieser Männerdomäne auch unterschätzt wurde, beantwortet Kathi so: „Ich wurde sowohl von den Ausbildern als auch von den meisten Teilnehmern sehr gut aufgenommen, man(n) hat sich immer sehr um mich gekümmert. Manche der männlichen Kameraden haben aber wohl auch geglaubt, dass ich den Lehrgang abbreche, weil es ja oft wirklich anstrengend war. Letztlich hab ich aber mit vorzüglichem Erfolg abgeschlossen, was mich sehr freut. Ich kann diese Ausbildung meinen weiblichen Kameradinnen sehr empfehlen.“

Freiw. Feuerwehr Frauschereck

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