Brand

Deutschland: Ausgedehnter Kellerbrand: 42 Bewohner in Düsseldorf evakuiert

Düsseldorf (Deutschland): Ein ausgedehnter Kellerbrand rief am frühen Freitagmorgen, 25. Oktober 2013, die Feuerwehr Düsseldorf auf den Plan. In einem Keller zweier Reihenmehrfamilienhäuser am Sterntalerweg wütete das Feuer – eine enorme Hitze von weit über 1.000 Grad Celsius …

… schlugen den Feuerwehrleuten beim Löschangriff entgegen. Ein Wohnhaus war bereits völlig verqualmt. Parallel ließ der Einsatzleiter beide Wohnhäuser evakuieren. Eine Hauskatze konnte rechtzeitig aus der zweiten Etage gerettet werden – die Halter waren nicht zu Hause. Die Feuerwehr verhinderte durch das konsequente „Vorgehen“ einen deutlich größeren Schaden, den der Einsatzleiter auf 100.000 Euro bezifferte.

Der erste Notruf an die Feuerwehrleitstelle war um 1.09 Uhr: „Brandgeruch und Rauch im Treppenflur“, meldete ein Bewohner dem Disponenten. Nach kurzer Schilderung der Situation durch den Anrufer alarmierte die Leitstelle zwei Löschzüge, sechs Rettungswagen und einen Notarzt zum Sterntalerweg. Die Wohnungen sind behindertengerecht ausgebaut, im Erdgeschoss war noch ein bettlägeriger Mann.

Beim Eintreffen der ersten Löschkräfte war der Treppenraum des dreistöckigen Gebäudes bereits völlig verqualmt. Schnell war klar, dass es sich um einen ausgedehnten Kellerbrand handelte. Die Löschtrupps konnten zunächst nicht zum Brandort vordringen. Zu groß war die Hitze, die ihnen im Eingang entgegenschlug. Die Bewohner wurden in der Zeit bereits über vorhandene Notleitern und Steckleitern der Feuerwehr aus dem Gebäude geholt. Nach der ersten Erkundung bemerkten die Einsatzkräfte, dass der Keller von zwei angrenzenden Wohnhäusern genutzt wird. Deshalb wurden vorsorglich auch die Mieter aus den sechs Wohnungen des Nachbargebäudes evakuiert.

Insgesamt betreuten die Rettungsassistenten 42 Hausbewohner im Bus von der Feuerwehr. Der Notarzt gab nach der Sichtung schnell Entwarnung und meldete, dass alle Menschen wohlauf sind. Das Feuer war so heiß, dass der Wandputz im Treppenraum eines der Wohnhäuser bis zur oberen Etage zum Teil abplatze. Dennoch „kämpften“ sich die Feuerwehrmänner unter höchster physischer Belastung von zwei Zugängen in den Keller vor. Dort brannten gelagerte Haushaltsgegenstände, Möbel und Gerümpel in mehreren Verschlägen lichterloh. Der Einsatzleiter ließ die Trupps immer wieder ablösen, damit keiner zu Schaden kam und durch die hohen Temperaturen dehydrierte.

Mehrere Strahlrohre, ein Schaumrohr und 26 Atemschutzgeräte listet die Materialbilanz, um den Brand zu löschen. Nur mit Wasser war dies nicht möglich. In enger Absprache mit dem Umweltamt wurde ein Einsatz von Löschschaum notwendig. Die Einsatzkräfte gingen sehr sorgsam damit um – auch beim Zurücknehmen der Schlauchleitungen, damit nichts ins Erdreich gelangte. Der Brandrauch gelang in sechs Wohnungen von einem der Häuser, auch die Tiefgarage war betroffen. Mit mehreren Lüftern blies die Feuerwehr den Qualm heraus ins Freie.

Die Kriminalpolizei nahm noch am frühen Morgen die Brandursachenermittlung auf, die derzeit völlig unklar ist. Ob ein technischer Defekt an der elektrischen Anlage oder eine andere Ursache das Feuer entfachte, klären die Ermittler der Polizei im Laufe des Tages. Mitarbeiter der Stadtwerke Düsseldorf trennten eines der Häuser vom Stromnetz ab, da die elektrischen Leitungen vom Feuer stark beschädigt wurden. Die Hausbewohner kamen zunächst bei Verwandten oder Bekannten unter, sechs Mieter wurden zur Jugendherberge gebracht.
Das Umweltamt wurde zur Einsatzstelle gerufen und begleitete den Einsatz von Löschschaum. Die Feuerwehr war mit rund 50 Feuerwehrleuten und Rettungsassistenten am Brandort. Der Einsatz endete um 8.30 Uhr.

Feuerwehr Duesseldorf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert