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Deutschland: Großübung bei strömenden Regen in Homburg

[b]Homberg (Deutschland): {/b]Ein Großbrand auf dem Gelände des Autohauses Müller stellte das Szenario zur Jahreshauptübung der Feuerwehr Homberg am Samstag, dem 12. Oktober 2013. Über vierzig …

… Feuerwehrleute rückten mit sieben Einsatzfahrzeugen zu dem Feuerschauspiel im strömenden Regen aus.

Schwerpunkt des groß angelegten Feuerwehrtrainings war die Rettung von Menschen aus der Werkstatt des Unternehmens. Während ein Verletztenschauspieler mit der Drehleiter vom Dach des Autohauses gerettet wurde, drangen Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten in das Gebäude vor. Raum für Raum durchsuchten die Brandschützer nach Vermissten, bis sie im ersten Stock in einem Aufenthaltsraum fündig wurden. Dort wartete eine mehrere Kilogramm schwere Puppe auf die Rettung von den Feuerwehrleuten, die dafür ein Rettungstuch und die Trage der Drehleiter einsetzten.

Als besondere Herausforderung wartete auf die Frauen und Männer der Feuerwehr noch die Bergung von Gasflaschen, die an einem Schweißgerät und einem Brennschneidgerät in der Werkstatt angeschlossen waren. Außerhalb der Hallen wurde ein massiver Löschangriff über eine Drehleiter, einen Wasserwerfer und mehrere Strahlrohre vorgenommen. Die Wasserversorgung wurde über Hydranten und eine erst kürzlich auf dem Unternehmensgelände installierte Zisterne mit einem Volumen von 20.000 Litern Löschwasser sichergestellt. Die Leitung des Übungseinsatzes hatte Wehrführer Stefan Seibert, der den Ablauf in drei Abschnitten koordinierte. Der Geschäftsführer des Autohauses Johann Wolfgang Müller zeigte sich von dem Übungsverlauf beeindruckt, er und ein Großteil seiner Mitarbeiter verfolgten das Szenario.

Mit an der Übung beteiligt waren auch die Feuerwehren Appenrod und Erbenhausen. Wie Wehrführer Seibert informierte, übernahmen die beiden Stadtteilwehren eine zentrale Rolle im Übungsgeschehen. So baute die Feuerwehren Erbenhausen unter anderem die komplette Wasserversorgung aus der Zisterne auf, während die Feuerwehr Appenrod mit Atemschutzgeräteträgern bei der Rettung der Verletzten im Einsatz war. Stadtbrandinspektor Peter Pfeil lobte die Zusammenarbeit der Feuerwehren ausdrücklich. „In Homberg fehlen Feuerwehrleute“, so Pfeil. Laut seinen Angaben könnten standardisierte Einsatzgeschehen teilweise personell nicht mehr abgedeckt werden, um so wichtiger sei die Unterstützung der Feuerwehren aus den Stadtteilen. In Zukunft soll die Zusammenarbeit der dreizehn Homberger Feuerwehren intensiviert werden. „Wir brauchen dafür jede einzelne Feuerwehr“, so Pfeil.

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