Oö: Von der Herbstübung zum Brandeinsatz – oder doch nicht?
Reichenthal (Oö): Am 12. Oktober 2013 war die Feuerwehr Stiftung mit der Ausrichtung der heurigen Pflichtbereichsübung der Gemeinde Reichenthal beauftragt.
Annahme war ein Brand in einem Sägewerk der Ortschaft Stiftung bei Reichenthal bei dem ein Werkstättenbrand mit vermisster Person angenommen wurde. Eine weitere Annahme war das der Sägewerksbesitzer durch den Brand in Panik geriet und stolperte und daher unter einem schweren Baum eingeklemmt wurde.

Vormittags bauten Kommandomitglieder der FF Stiftung die Übung auf und platzierten aus diesem Grunde auch eine Nebelmaschine in der Werkstätte des Objektes.
Während sich die Kameraden der FF Stiftung gerade im Feuerwehrhaus auf die Übung vorbereiteten kam vom LFK OÖ eine Alarmierung zu einem Brand beim besagten Übungsobjekt. Wie es der Zufall wollte war der beobachtende Kamerad beim Objekt kurz abwesend und ein aufmerksamer Anrainer sah die Rauchentwicklung der Nebelmaschine, sodas er gleich den Feuerwehrnotruf wählte.

Da sich das Objekt knapp hinter der Gemeindegrenze befindet wurden neben der FF Stiftung (UU) die Feuerwehren des Pflichtbereiches Rainbach/M (FR) alarmiert, sodas sich insgesamt sieben Feuerwehren zum vermeintlichen Brandort in Bewegung setzten.

Sofort nach Eintreffen konnte von Kommandant HBI Heinz Stockinger Entwarnung gegeben werden und die alarmierten Feuerwehren des Pflichtbereiches Rainbach abbestellt werden. Nur die inzwischen eingetroffene FF Zulissen, die auch in die Übung mit eingebunden gewesen wäre, blieb am Einsatzort.

Da ca. 20min später die Übung sowieso gestartet wäre, wurde entschieden gleich am Objekt zu bleiben und die Übung durchzuführen. Hierfür wurden übungsmäßig noch die zwei anderen Feuerwehren des Pflichtbereiches Reichenthal (Miesenbach und Reichenthal) nachalarmiert.

Die Übung konnte wie geplant abgehalten werden, zwei Personen von den AS-Trupps gerettet werden sowie die eingeklemmte Person von der Besatzung des LFB-A2 Reichenthal gerettet werden.

Nach der anfänglichen Verwirrung durch die Alarmierung konnte alles zum positiven Abschluss gebracht werden und zur anschließenden Besprechung abgerückt werden, wo jeder froh war das der vermeintliche Ernstfall doch bei einer Übung blieb.
