USA: Kaum Erfolge in Kampf gegen Rekord-Waldbrände in Kalifornien
Kalifornien (USA): Bei der Bekämpfung eines der größten Waldbrände in der Geschichte Kaliforniens kommen Tausende Feuerwehrleute weiterhin nur in kleinen Schritten voran. Mehr als 3.700 Einsatzkräfte versuchten am 27. August 2013 (Ortszeit), die gewaltigen Brände zurückzudrängen.
Seit dem Ausbruch des Feuers vor mehr als zehn Tagen verbrannte nach Behördenangaben schon eine Fläche von fast 180.000 Hektar.
Die Einsatzkräfte kämpfen sich nur langsam voran. Bisher sind erst rund 20 Prozent der Brandherde unter Kontrolle, am Wochenende waren es rund sieben Prozent. Extrem trockene Wälder und starke Winde bereiten weiter Sorgen. Einsatzleiter erwägen auch, das Pentagon und kanadische Rettungskräfte um Unterstützung zu bitten. Für das Ende der Woche hoffen die Brandbekämpfer aber zumindest auf kühleres Wetter.
„Es brennt sich seinen Weg in die Rekordbücher“, sagte ein Sprecher des kalifornischen Amtes für Forstwirtschaft und Brandbekämpfung der „Los Angeles Times“. Bisher haben die Flammen laut dem Bericht 111 Gebäude zerstört, darunter 31 Wohnhäuser. Weitere 4.500 Häuser seien noch in Gefahr. Auch die Wasserversorgung der rund 200 Kilometer entfernten Metropole San Francisco ist durch die Brände bedroht.
Auf ein großes Reservoir in der Region, aus dem die Millionenstadt ihr Trinkwasser bezieht, geht nach offiziellen Angaben derzeit ein Ascheregen nieder. Die Behörden in San Francisco seien dabei, in aller Eile die Wasservorräte aufzustocken, bevor die niedergehende Asche die Wasserqualität mindere, berichtete der TV-Sender CBS. Offiziellen Angaben zufolge ist die Wasserqualität weiterhin gut. Aber auch die Stromversorgung könnte gefährdet werden.
