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USA: Heftige Waldbrände in der Sierra Nevada: „Haben hier ein Monster“

Kalifornien (USA): Die heftigen Brände in der kalifornischen Gebirgsregion Sierra Nevada haben den berühmten Yosemite-Nationalpark erreicht. Die Flammen würden am nordwestlichen Rand des beliebten Touristenziels wüten, teilte Park-Sprecher Scott Gediman am Freitag, 23.8.2013, (Ortszeit) dem Radiosender KCBS mit.

Das Yosemite-Tal mit seinen spektakulären Granitfelsen und Wasserfällen ist aber weiter für Besucher zugänglich. Allerdings ist eine der Zufahrtsstraßen seit mehreren Tagen gesperrt. Mehr als 2.000 Helfer kämpften nach Mitteilung der Forstbehörde gegen die Brände in dem teils schwer zugänglichen Waldgebiet an. Trotz des tagelangen Großeinsatzes der Feuerwehr konnten die Brände am Freitag kaum eingedämmt werden. Über 400 Quadratkilometer Wald fielen den Flammen bereits zum Opfer. Schwarzer Rauch hängt seit Tagen über dem Ausflugsgebiet.

Begünstigt durch den Wind griffen die Flammen in dem trockenen Unterholz der Sierra Nevada schnell um sich. „Wir haben hier ein Monster“, sagte Lee Bentley von der Forstbehörde dem Sender CBS. „Es ist einer der schwersten Brände, die ich bisher erlebt habe. Und ich mache das schon einige Jahre.“

Stromversorgung in San Francisco gefährdet: Viele Ortschaften und Campingplätze wurden evakuiert. Hunderte Bewohner und Touristen sind vor den Flammen geflüchtet. Nach Angaben der Behörden sind mehr als 4.500 Häuser bedroht. Die Brände haben sich auch einem großen Stausee genähert, der den Raum San Francisco mit Wasser versorgt.
Der sich ausbreitende Waldbrand könnte auch die die Stromversorgung San Franciscos stören. Die Infrastruktur zur Elektrizitätsversorgung der Stadt sei teilweise beschädigt worden, erklärte der Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien, Jerry Brown, der den Notstand für die Metropole ausgerufen hat. Demnach mussten bereits zwei von drei Kraftwerken abgeschaltet werden, die für die Elektrizitätsversorgung der Stadt wichtig sind.

Einige Schulen seien vorsichtshalber geschlossen worden, berichtete der „San Francisco Chronicle“. Auch ein beliebtes Musikfestival in der Gegend sei abgesagt worden. Tausende Besucher waren dazu erwartet worden.

„29.000 Blitzeinschläge in zwei Tagen“: Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache am Samstag vor einer Woche westlich von Yosemite ausgebrochen. Nach einem regenarmen Winter toben in dem trockenen Westen der USA in diesem Sommer ungewöhnlich viele Waldbrände. Brown rief für die betroffene Region den Notstand aus. Mit dieser Maßnahme sollen rasch Gelder und zusätzliche Helfer für die Brandbekämpfung mobilisiert werden.
„In den vergangenen zwei Tagen gab es in Kalifornien 29.000 Blitzeinschläge“, sagte Feuerwehroffizier Daniel Berlant am Freitag im US-Fernsehen. Zeitweise wüteten 150 Brandherde, wie US-Medien berichteten. „Rund ein halbes Dutzend größere Feuer wütet“, sagte Daniel weiter. In vielen Fällen habe Blitzschlag die Brände entzündet. „Wir können Mutter Natur nicht kontrollieren“, fügte er hinzu.

Innerhalb von 24 Stunden sei das betroffene Brandgebiet um mehr als das Dreifache auf bis zu 250 Quadratkilometer angewachsen, berichteten Medien. Zunächst seien lediglich ein bis zwei Prozent des Brandes eingedämmt worden, teilte die Forstbehörde am Freitag mit.

ORF News

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