Oö: Weiterhin Waldbrandeinsatz am Attersee und im Weißenbachtal
Oberösterreich:Zwölf Feuerwehren aus den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden kämpfen am 4. August 2013 nach wie vor in dem unwegsamen Gelände gegen die Waldbrände rund um den Attersee.
Update: 20.00 Uhr, 4. August
Dabei hat sich der Schwerpunkt am Sonntag, 4. August 2013 ins Weißenbachtal verlagert. Bei Steinbach am Attersee auf dem Mahdlgupf und Schoberstein hat sich durch Regen in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Lage entspannt.

Bei der Feuerwehr spricht man von 16 Glutnestern, die man langsam in den Griff bekommt. Am späteren Sonntagnachmittag sollte der Einsatz jedoch sowohl in Steinbach als auch im Weißenbachtal abgeschlossen sein, so die Feuerwehr.

Bericht der FF Bad Ischl:
Samstag, 3. August 2013/Sonntag, 4. August 2013. Kämpfen die Kameraden der Atterseegemeinden bei einem Waldbrand in Steinbach so wurde gestern am frühen Nachmittag des 3. August 2013 ein weiterer Waldbrand im Bereich des Höllbachgrabens im Gemeindegebiet von Bad Ischl entdeckt. Dieser Bereich befindet sich in einem sehr schwer zugänglichen Gebiet.

Es folgten die Alarmierungen der Feuerwehreinsatzkräfte des Pflichtbereiches Bad Ischl, die darauf hin mit einem ersten Großaufgebot an Einsatzkräften zum Einsatzort, der sich in ca. 1.000 Meter Seehöhe befindet, abrückten.

Die Erkundung der Lage durch Einsatzleiter und Pflichtbereichskommandant ABI Franz Hochdaninger ergab ein aus bisher ungeklärter Ursache in Brand geratener Wiesen- bzw. Baumbestand. Zur Vorbereitung der Löscharbeiten wurde eine Relais-Löschleitung aufgebaut sowie zusätzlich ein Pendelverkehr mittels Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Die Löscharbeiten, die von den eingesetzten Feuerwehrkameraden in mühsamer Weise bei hochsommerlichen Temperaturen durchgeführt werden mussten, zeigten großteils Erfolg.
Ein herannahendes Gewitter und Regenschauer in den Nachtstunden machte den Abzug der Einsatzkräfte notwendig.

Am heutigen Tag wurden um ca. 05.00 Uhr morgens neuerlich die Feuerwehreinsatzkräfte alarmiert. Die neuerliche Erkundung durch den Einsatzleiter ergab, dass sich das Einsatzgebiet durch die gestrigen Löschmassnahmen entsprechend verkleinert hat, aber sich trotzdem weitere, vereinzelte Brandherde entwickelt hatten. Die Löschmassnahmen wurde um ca. 06.15 Uhr wieder aufgenommen und dauern wahrscheinlich bis in die frühen Nachmittagsstunden.

Eingesetzte Kräfte/Feuerwehren des Feuerwehrpflichtbereiches Bad Ischl:
am 3. August bis 23.00 Uhr:
FF Bad Ischl, FF Jainzen, FF Mitterweißenbach, FW Ahorn-Kaltenbach, FW Perneck, FW Reiterndorf und FW Sulzbach.
am 3. August ab 23.00 Uhr:
FF Bad Ischl, FF Jainzen, FW Ahorn-Kaltenbach, FW Rettenbach-Steinfeld-Hinterstein und FW Sulzbach.
am 4. August ab 05.00 Uhr:
FF Bad Ischl, Hauptfeuerwache, FF Lauffen, FF Mitterweißenbach, FW Ahorn-Kaltenbach, FW Perneck und FW Rettenbach-Steinfeld-Hinterstein.
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Entspannung bei den Bränden:
Bis zu 200 Feuerwehrleute waren bei den Bränden in Steinbach am Attersee und im Weißenbachtal im Löscheinsatz. Am späten Sonntagnachmittag hat Feuerwehreinsatzleiter Wolfgang Hufnagl die meisten von ihnen nach Hause schicken können. Auch die Löschhubschrauber kehrten zu ihren Stützpunkten zurück. Das „Brand aus“ gilt für beide Waldbrände nur vorläufig. Für den Mahdlgupf soll eine Entscheidung über das weitere Vorgehen fallen, sobald am Montag das Gebiet mit einer Wärmebildkamera aus der Luft untersucht worden ist, sagt Hufnagl.
Auch im Weißenbachtal konnte der Großteil der Einsatzkräfte abrücken. Ein kleiner Trupp wird noch bis Montag Brandwache halten, weil die alten Wurzelstöcke in diesem Bereich besonders leicht wieder Feuer fangen, erklärt der Einsatzleiter. Jetzt wird langsam das Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Bei beiden Bränden wurden etwa 5.000 Quadratmeter Wald vernichtet. Die Feuerwehr hofft auf ausreichenden Regen. Sonst müssen die Gebiete beobachtet werden, solange die Trockenheit dauert, sagt Hufnagl.
