Nö: Zwei Hektar Wald in Flammen
St. Egyden am Steinfeld (Nö): Ein großflächiger Waldbrand bei St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) beschäftigt derzeit, 1. August 2013, die Feuerwehr. Das Feuer hat sich auf eine Fläche von zwei Hektar erstreckt. Die Zahl der eingesetzten Kräfte der Feuerwehr wurde aufgestockt.
In St. Egyden am Steinfeld im Bezirk Neunkirchen standen der so genannte Föhrenwald und ein Feld in Flammen. Die schwarze Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen. 190 Einsatzkräfte von 15 freiwilligen Feuerwehren sind im Einsatz. Es gelte vor allem auch, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern, hieß es von Seiten der Feuerwehr. Mehrere Großtanklöschfahrzeuge wurden benötigt. Ein Hubschrauber des Innenministeriums erkundete die Situation aus der Luft, teilte das Landesfeuerwehrkommando Niederösterreich mit. Die Einsatzkräfte hätten das Feuer bereits weitgehend im Griff, hieß es.
2013 bislang außergewöhnlich wenige Waldbrände
In diesem Jahr ist es bislang erst zu außergewöhnlich wenigen Waldbränden gekommen. Von Mitte März bis Ende April gab es nur sieben Feuer, berichtete die Universität für Bodenkultur am Donnerstag. Normalerweise ist dieser Zeitraum jener mit der höchsten Brandaktivität. Eine so geringe Zahl an Feuern gab es das letzte Mal im Jahr 1999. Erst seit Anfang Juli nahm die Waldbrandaktivität deutlich zu.
Brandgefahr steigt am Wochenende
Bisher sind im Juli österreichweit 55 Waldbrände bekannt geworden. Das ist einerseits fast dreimal so viel, wie von Jänner bis Juni zusammengenommen, andererseits die zweithöchste in einem Juli jemals registrierte Anzahl an Waldbränden. Allein in den vergangenen Tagen gab es österreichweit 25 Brände in Waldgebieten. Das größte Feuer tobte nahe Weng im Gesäuse und beschädigte rund zwei Hektar Flur- und Waldfläche. Besonders Unterkärnten, das obere Inntal, die Steiermark, das Burgenland, Wien sowie weite Teile Niederösterreichs waren von der außergewöhnlich hohen Gefährdung betroffen. Am kommenden Wochenende steigt die Brandgefahr generell wieder an. Meist liegt die Brandursache im menschlichen Verhalten, etwa durch eine achtlos weggeworfene Zigarette. In den Sommermonaten spielen auch Blitzschlagbrände eine Rolle, wobei der Anteil von Juni bis August 40 Prozent betragen kann. Entgegen weitverbreiteter und immer wieder kolportierter Meinung, können Flaschen oder Glasscherben in Mitteleuropa keine Brände auslösen, so die Boku.
