Stmk: Sturm hielt Feuerwehren auf Trab – 1.000 Kräfte im Einsatz
Knittelfeld (Stmk): Das für den Nachmittag des 29. Juli 2013 angekündigte Sturmtief bescherte den Feuerwehren aus der Region Knittelfeld zahlreiche Einsätze.
Update: 22.50 Uhr
In Seckau, Feistritz, St. Margarethen, Kleinlobming, Kobenz, Apfelberg und Knittelfeld knickte der Sturm zahlreiche Bäume welche Straßen und Carports verlegten. In Großlobming fiel ein entwurzelter Baum auf einen Wohnwagen.

In St. Lorenzen bei Knittelfeld kollidierte ein ÖBB Güterzug welcher in Richtung Wien unterwegs war mit einem in diesem Moment auf die Oberleitung gefallenen Baum. Durch die Wucht des Zusammenpralles wurde das Triebfahrzeug an der rechten Führerstandseite und am Stromabnehmer schwer beschädigt.

Der Lokführer überstand den Zusammenprall glücklicherweise unverletzt. Die Südbahn musste während der Aufräumungsarbeiten für den gesamten Zugverkehr gesperrt werden.

Insgesamt standen 130 Feuerwehrmänner aus neun Feuerwehren über Stunden im Sturm und Unwettereinsatz um die Schäden die der kurze aber sehr heftige Sturm im Murtal hinterlassen hat wieder zu beseitigen.
UPDATE:
Weit über 1.000 Feuerwehrkräfte im Sturmeinsatz
Steiermarkweit stehen derzeit – nach ersten Zählungen – weit über 1.000 Feuerwehrmänner und –frauen im Hilfseinsatz. (Genauere Zahlen sind in ca. 1 Std. verfügbar). Eine Sturmfront mit Windspitzen von ca. 100 km/h führte seit den frühen Abendstunden in einem Großteil der steirischen Bezirke zu Hunderten entwurzelten Bäumen, deckte Hausdächer ab oder kappte Stromleitungen. So räumen die Einsatzkräfte in den Bereichen Leoben, Leibnitz, Bruck an der Mur, Mürzzuschlag, Knittelfeld, Voitsberg, Deutschlandsberg (dzt 37 Feuerwehren mit über 400 Mann – laufend kommen Einsätze dazu), Feldbach, Fürstenfeld, Weiz, Radkersburg und Graz-Umgebung verlegte Straßen bzw. sichern Hausdächer.
Eine große Herausforderung für die Feuerwehrkräfte sind – durch umgestürzte Bäume – gekappte Stromleitungen. Hier muss zunächst auf die Freischaltung durch die Energieversorger gewartet werden, ehe durch die Feuerwehrkräfte weitergearbeitet werden kann. Wie die Landesleitzentrale Florian Steiermark informierte, ist im Bereich Mellach eine 110 kV-Leitung gekappt worden. Dies führte auch zu einem Waldbrand. Zwischen Krusdorf und Straden (Bezirk Südoststeiermark) ereignete sich vor wenigen Minuten ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Zu diesem Einsatz wurden drei Feuerwehren alarmiert. (Fotos folgen in Kürze) Wie die ZAMG informierte, dürfte die erste Sturmfront nun im Abklingen sein, eine weitere – gegen Mitternacht – ist nicht auszuschließen, diese aber in abgeschwächter Form.
Derzeit nehmen sieben Disponenten in der Landesleitzentrale Florian Steiermark Hunderte Notrufe entgegen.
http://www.bfvkf.steiermark.at/
UPDATE per 22.50 Uhr:
Einsatze für steirische Feuerwehren halten an…
Die aktuell „letzte“ Feuerwehralarmierung erfolgte um 21.11 Uhr. Bis dato sind im Alarmierungssystem der Landesleitzentrale „Florian Steiermark“ mehrere Hundert Einsatzadressen angelegt. Aus den Bereichen Feldbach, Deutschlandsberg und Mürzzuschlag liegen dem Landesfeuerwehrverband folgende Zahlen bzw. Informationen vor:
BFV Feldbach: 13 Feuerwehren mit 160 Mitgliedern im Einsatz. Hauptsächliche Tätigkeiten: Entfernen von Bäumen bzw. Baumteilen, Dachsicherungsarbeiten, schwerer Verkehrsunfall.
BFV Deutschlandsberg: 40 Feuerwehren mit 425 Mitgliedern im Einsatz. Zusätzlich zu den Sturmschäden zwei Brandeinsätze.
BFV Mürzzuschlag: 18 Feuerwehren mit 54 Fahrzeugen und 323 Mitgliedern im Einsatz. Vorwiegend Sturmschäden. Zahlreiche Bäume auf Freileitungen bzw. Oberleitungen der ÖBB.
Erste Einsätze werden auch aus dem Raum Hartberg gemeldet. Somit sind von den Sturmereignissen 14 (von 17) Bereichsfeuerwehrverbände betroffen:
· Graz
· Graz-Umgebung
· Bruck an der Mur
· Feldbach
· Fürstenfeld
· Deutschlandsberg
· Hartberg
· Knittelfeld
· Leibnitz
· Leoben
· Mürzzuschlag
· Radkersburg
· Voitsberg
· Weiz
Informationen zum schweren Verkehrsunfall im Bezirk Südoststeiermark

Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Dirnbach kamen bei ihrer Fahrt von einer Baumbergung zur nächsten zufällig zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person und konnten somit rasch Hilfestellung leisten. Auf der L229 sind kurz vor Straden ein Kleinbus und ein PKW frontal kollidiert.
Dabei wurde die Lenkerin in ihrem PKW eingeklemmt und musste mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihrer Zwangslage befreit werden. Sie erlitt Verletzungen unbestimmten Grades. Der Fahrer des Kleinbusses blieb laut vorliegenden Informationen unverletzt.
Beim Eintreffen der FF Dirnbach wurde die verletzte Lenkerin bereits von einem Arzt, der in unmittelbarer Nähe des Unfallortes wohnt, erstversorgt. Der Notarzt aus Radkersburg übernahm die weitere medizinische Betreuung.
