Technisch

Nö: Lkw bleibt bei einer Brücke hängen -> Fahrer eingeklemmt

Melk (Nö): – Ein ohrenbetäubender Knall. Dann Ruhe! Sofort dachten einige Feuerwehrmitglieder der FF Melk und Mitarbeiter des Wirtschaftshofes an einen Unfall.

Unmittelbar neben der Bundesstraße 3a befindet sich der Wirtschaftshof und der derzeitige Standort des Feuerwehrhauses. Mehrere Kameraden der FF Melk hielten Nachschau und erkannten sofort den Ernst der Lage.

Zugskommandant Siegfried Reiter setzte sofort den Notruf an die Rettungsleitstelle ab. Innerhalb von wenigen Momenten wurden ein Rettungswagen und ein Notarztwagen des RK Melk alarmiert. Weitere Feuerwehrkameraden meldeten den Unfall an die BAZ Melk, die gemäß Alarmplan die Feuerwehren Melk und Spielberg-Pielach zu einem T2-Menschenrettung alarmierte.

Mehrere Zeugen berichteten das der Lkw schon eine längere Strecke mit der aufgeklappten Lademulde fuhr. Bei der Autobahnunterführung fand die Fahrt ein jähes Ende. Die Mulde krachte mit voller Wucht gegen die massive Stahlbetonbrücke. Die Mulde verkeilte sich am Unterführungsbeginn und rieß vom Lkw ab. Das Schwerfahrzeug prallte nach 30 Metern gegen die Tunnelwand. Der Lenker wurde im Bauchbereich eingeklemmt, war aber ansprechbar!

Da die meisten Feuerwehrmitglieder aus dem Stadtbereich zum Feuerwahrhaus zufuhren, konnten sie das Feuerwehrhaus durch das Nadelöhr, indem der Lkw und die Mulde steckte, nicht per Pkw erreichen. Sie mussten zu den Feuerwehrfahrzeugen laufen!

Sofort wurde die Einsatzstelle abgesichert und der Brandschutz aufgebaut. Eine umfassende Menschenrettung mittels mehreren Hydraulischen Rettungsgeräten wurde gestartet.

Da der Lkw-Aufbau an der Brückenkonstruktion hing und abzustürzen drohte wurden Erstmaßnahmen zur Sicherung gesetzt. Mittels Drehleiter und dem Ladekran des Wechselladefahrzeuges wurde die Mulde gegen einen Absturz gesichert. Mit Hilfe eine Radladers eines nahen Bergbaubetriebes wurde die Mulde anschließend geborgen und auf einen Tieflader verladen.

Zur Sicherung der Einsatzkräfte wurde das Fahrerhaus gesichert und eine Betreuungsöffnung geschaffen! Nach der ersten Versorgung durch die Notfallsanitäter und der Notäztin wurde der Patient mittels Spineboard aus dem Fahrerhaus gerettet. Der Fahrer wurde mit dem Notarztwagen in ein Krankenhaus zur weiteren Versorgung gebracht.

Um den Lkw aus der Unterführung bergen zu können mussten die Bremsen (Federspeicher) geöffnet und die Antriebswelle abgeschlossen werden.

http://www.feuerwehr-melk.at/

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