Oö: Schärding hat gezeigt, dass wir kleinere Feuerwehren brauchen
Schärding (Oö): Nur mit Hilfe der zahlreichen Feuerwehren entging Schärding einer noch größeren Katastrophe.
Immer wieder wird laut Michael Hutterer, Kommandat der FF Schärding, von der öffentlichen Hand die Sinnhaftigkeit der kleineren Feuerwehren diskutiert. Doch wie die aktuelle Überflutung zeigt, sind genau diese Feuerwehren für Katastrophenfälle unabdingbar. „Natürlich mag bei keiner Katastrophe das aktuelle Feuerwehrsystem übereffizient sein, aber wie das Beispiel Schärding gezeigt hat, brauchen wir diese Feuerwehren.“
Denn laut Hutterer lassen sich nur jene Feuerwehren zum Einsatzort beordern, die in den Heimatgemeinden nicht gleich abgehen. „Meist bleibt die Hauptfeuerwehr in den Gemeinden, damit dort die Notversorgung gegeben bleibt. Da die meisten Kommunen über drei bis vier Feuerwehren verfügen, können wir davon profitieren.“ Denn nur so sei es laut Feuerwehrkommandant möglich gewesen, dass bereits am Sonntag, zu Beginn der Hochwasserkatastrophe, auf Knopfdruck 170 Feuerwehrkameraden innerhalb einer Stunde in die Barockstadt beordert werden konnten. „Hätten wir diese Feuerwehren nicht mehr zur Verfügung, würde dadurch ein Vakuum entstehen – wüssten wir nicht, woher wir die Leute bekommen sollten.“
