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Oö: Hochwasser-Situation Oberösterreich – 3. Juni, 17.30 Uhr

Oberösterreich: Nach dem in vielen Hochwassergebieten die ganze Nacht durchgearbeitet wurde, waren dank der verfügbaren Ablösen auch tagsüber des 3. Juni 2013 wieder 250 Feuerwehren mit rund 5.000 Einsatzkräften im Einsatz. Während sich die Lage in den meisten Gebieten merklich entspannte, wartet man an der Donau weiterhin auf das Erreichen des Höchststandes.

Aufgrund des Hochwassers sind zahlreiche Gebiete nur mehr mit dem Boot erreichbar. Mehrere Personen mussten mittels Hubschrauber aus den Überschwemmungsgebieten gerettet werden. An der Salzach im Bezirk Braunau spricht der zuständige Gewässerbezirk von einem „weit über 100-jährigen Hochwasser“.

Die aktuelle Lage
• Bezirk Perg: die Lage entlang der Donau ist weiterhin angespannt. Aktuell werden von den Feuerwehren Sicherungsmaßnahmen getroffen und Dämme überwacht.

• Bezirk Schärding: 180 Personen wurden in der Stadt Schärding evakuiert. Aufgrund der massiven Überflutung konnte ein Brand- und ein Notarzt-Einsatz nur mehr mit den Feuerwehrzillen abgewickelt werden. In überfluteten Gebieten im Bezirk laufen bereits die ersten Aufräumungsarbeiten mit Unterstützung aus anderen Bezirken.

• Bezirk Urfahr-Umgebung: Im Bereich Feldkirchen/Donau, Goldwörth und Walding laufen massive Sicherungsarbeiten und die Evakuierung der betroffenen Bevölkerung. Die gesamte Ortschaft Goldwörth ist mit 250 Objekten von der Überflutung betroffen, die Bewohner wurden in Notquartieren in der Schule untergebracht. Aus landwirtschaftlichen Objekten wurden 1.100 Schweine mit Feuerwehrbooten gerettet, schwierig gestaltet sich die Evakuierung von sechs Pferden.

• Bezirk Braunau: das Hochwasser ist zum Teil rückläufig, das Gebiet um Ettenau ist nach wie vor überflutet. In Ach/Wanghausen ist ein Öltank in einem Wohnhaus geborsten, das im Haus befindliche Heizöl wird abgesaugt. In den betroffenen Gebieten haben bereits die Aufräumungsarbeiten begonnen.

• Bezirk Eferding: Sicherungs- und Pumparbeiten beschäftigen die Feuerwehren entlang der Donau. Im Bereich Alkoven und Pupping laufen Evakuierungsaktionen. Eine Person musste mit dem BMI-Hubschrauber gerettet werden. Zur Aufrechterhaltung des Kläranlagenbetriebes wurde mittels BMI-Hubschrauber der Schichtwechsel des Personals vollzogen.

• Bezirk Gmunden: die Lage hat sich entspannt, das Hochwasser am Traunsee und in Bad Ischl ist rückläufig. Es laufen die ersten Aufräumungsarbeiten an.

• Linz, Linz-Land: In den vom Hochwasser betroffenen Gemeinden Enns und Wilhering laufen aufgrund des noch steigenden Pegels der Donau in diesem Bereich die Sicherungsarbeiten auf Hochtouren. Verkehrsunfälle mit mehreren LKW´s forderten zudem die Feuerwehren an der A1. Im Bereich Allhaming blockierte ein umgestürzter Sattelzug die A1 für mehrere Stunden. Drei LKW und zwei Kleintransporter sind nach dem Reifenplatzer eines LKW´s auf der A1 am Ebelsberger Berg zusammengestoßen. Die Feuerwehren waren mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt.

• Bezirke Rohrbach, Ried im Innkreis: Aufgrund der Verfügbarkeit von Einsatzkräften aus nicht betroffenen Gebieten in OÖ konnte neben den Hilfeleistungen im eigenen Bundesland auch einem Ansuchen aus der Stadt Passau/BRD entsprochen werden. Acht Feuerwehreinheiten sowie zwei Ölwehr-Fahrzeuge aus den Bezirken Rohrbach und Ried im Innkreis mit insgesamt 80 Mann wurden zur Unterstützungsleistung in die massiv überflutete Stadt Passau verlegt.

• Bezirk Vöcklabruck: Zwei Dammbrüche verschärften die Situation in Unterach am Attersee. Durch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte konnten die Bruchstellen abgedichtet werden. Bei einem Arzneimittelproduzenten musste das Kellergeschoß evakuiert werden. Aufräumungsarbeiten laufen in den betroffenen Gebieten im Mondseeland sowie im Raum Vöcklabruck und Timelkam.

• Bezirk Grieskirchen: 21 Feuerwehren wurden zur Unterstützung der Aufräumungsarbeiten mit Feuerwehrzillen, -geräten und Besatzung in den Bezirk Schärding verlegt.

Ooe. Landes-Feuerwehrverband

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