Bayern / Deutschland: Dauerregen -> Überflutete Autobahn, vollgelaufene Keller
Bayern / Deutschland: In Bayern liefen wegen des Dauerregens zahlreiche Keller voll, eine Autobahn wurde überflutet. Bewohner von zwei Häusern mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt rückten Rettungskräfte immer wieder aus.
Die Autobahn A 73 im bayerischen Buttenheim war wegen des Dauerregens am Freitag, 31. Mai 2013, teilweise überflutet. Vielerorts in Oberfranken lief das Wasser in zahlreiche Keller, wie die Polizei mitteilte. In der Nacht zum Freitag hatte die Feuerwehr nach Polizeiangaben gemeldet, dass Anwohner im oberfränkischen Kreis Lichtenfels wegen des Hochwassers aus zwei Häusern in Sicherheit gebracht werden mussten. Nahe Pottenstein stürzte laut Polizei ein etwa ein Kubikmeter großer Felsbrocken auf eine Straße.
Auch in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt mussten laut Polizei in der Nacht die Rettungskräfte immer wieder wegen umgestürzter Bäume, die auf Straßen fielen, ausrücken. „Der aufgeweichte Boden kann die Wurzeln der Bäume nicht mehr halten“, sagte ein Polizeisprecher. Auch abgerutschtes Erdreich sei von einigen Straßen beseitigt worden. In Thüringen mussten einige Kreis- und Bundesstraßen gesperrt werden.
In Niedersachsen hat sich die Hochwasserlage dagegen vorerst etwas entspannt. Die Pegelstände fielen langsam, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in Hannover am Freitagmorgen. Die Feuerwehren im Braunschweig und Göttingen verzeichneten ebenfalls eine ruhige Nacht. Auch für die Flüsse Oker und Schunter gab es vorerst Entwarnung.
In der Region Hannover war am Donnerstag eine Frau gestorben, die mit ihrem Fahrrad auf einer überfluteten Straße in den Fluss Leine getrieben worden war. Starke Regenfälle hatten seit Beginn der Woche Flüsse und Bäche vor allem im südlichen und östlichen Niedersachsen anschwellen lassen und zu Großeinsätzen der Feuerwehr geführt.
Wetterdienst warnt vor unwetterartigem Dauerregen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sprach entsprechende Warnungen für Bayern, Baden-Württemberg sowie bestimmte Regionen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen aus.
In den betroffenen Gebieten könnten bis Freitagabend, 31. Mai 2013, lokal Regenmengen von bis zu 70 Litern je Quadratmeter, am Alpennordrand sogar von mehr als 120 Liter fallen, erklärte der DWD am Morgen in Offenbach. Die Warnungen müssten im Tagesverlauf eventuell noch auf Rheinland-Pfalz und weitere Teile Hessens ausgedehnt werden.
Auch in dem bereits von Hochwasser betroffenen Niedersachsen sollte es demnach weiter kräftig regnen. Eine Unwetterwarnung galt dort aber nicht.
Teile von Ost- und Südniedersachsen haben seit Tagen mit Überschwemmungen zu kämpfen, weil die Flüsse dort die Wassermengen nicht mehr aufnehmen können. Am Donnerstag ertrank eine Radfahrerin in Hannover, als sie auf einer für den Verkehr eigentlich gesperrten, überfluteten Landstraße stürzte und in der Strömung abtrieb.
Nach Angaben der niedersächsischen Behörden entspannte sich die Lage in weiten Teilen der betroffenen Gebiete allerdings etwas. Die Pegelständen einiger Flüsse begannen zu fallen.
Auch in anderen Bundesländern kam es bereits zu lokalen Überschwemmungen nach Starkregenfällen. Keller liefen voll und Straßen wurden überschwemmt.
In Deutschland herrscht seit Wochen extrem regnerisches Wetter. Der Mai war laut vorläufiger Auswertung des DWD ungewöhnlich nass und trübe. Die Niederschlagsmenge lag um 178 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt. Schuld ist ein Tiefdruckkomplex über Europa.
Koelner Stadtanzeiger (mit Bildern)
