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D: Delegiertenversammlung 2013 des Stadtfeuerwehrverbandes Stuttgart e.V.

Stuttgart (Deutschland): Der Stadtfeuerverband Stuttgart e.V. ist der Zusammenschluss der Feuerwehr Stuttgart mit den Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr, der Berufsfeuerwehr, der Jugend- und Altersabteilung sowie den Werkfeuerwehren und den fördernden Mitgliedern.

Mehr als 100 Kameraden und Gäste der Stuttgarter Werkfeuerwehren, der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Abteilungen folgten der Einladung des Stadtfeuerwehrverbandes zur jährlichen Verbandsversammlung nach Stuttgart Münster. Vor historischer Kulisse des Feuerwehrmuseums berichtete der Vorsitzende Klaus Dalferth über das zurückliegende Jahr, jedoch nicht ohne auch in die Zukunft zu schauen: „Mit dem Feuerwehrbedarfsplan wurde ein erster wichtiger Grundstein gelegt, darüber hinaus sind jedoch gerade auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, mittel- und langfristige Überlegungen über Struktur und Prozesse der Feuerwehr in Stuttgart notwendig“. Neben Sanierung und Neubau der Feuerwachen der Berufsfeuerwehr und Fahrzeugkonzepten müsse zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit gerade auch an Personalkonzepte gedacht werden. „Ich jedenfalls stehe hier gerne für Gespräche zur Verfügung“, so Dalferth.

Neben dem Dank für das Engagement für die Sicherheit der Stuttgarter Bürger thematisierten die anwesenden feuerwehrpolitischen Sprecher der Gemeinderatsfraktionen die anstehenden haushaltspolitischen Beratungen zum Doppelhaushalt 2014/2015. Frau Prof. Dr. Loos (CDU) ging detailliert auf gewünschte Maßnahmen des Stadtfeuerwehrverbandes ein, welche u.a. neben den seit Jahren notwendigen baulichen Maßnahmen auch die EDV-Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehrabteilungen, sowie Maßnahmen zu Anerkennung des Ehrenamtes enthalten. Fraktionsübergreifend „seien die Belange der Feuerwehr in guten Händen“ versicherte Manfred Kanzleiter (SPD) und man werde unter „Beachtung des haushaltspolitischen Rahmens diese Punkte diskutieren“, so Bernd Klingler (FDP). Am dringlichsten sei die Situation um den Neubau der Feuer- und Rettungswache auf den Fildern, sowie die Unterbringung des Ausbildungs- und Katastrophenschutzzentrums. „Auch wenn die Suche nach einem geeigneten Grundstück in Stuttgart mit großen Herausforderungen verbunden ist, so muss eine zukunftsfähige Lösung gefunden werden, die nicht schon in der Planungsphase mit Einschränkungen verbunden ist“, führte Peter Pätzold (Grüne) aus. „Ein leistungsfähiges Aus- und Fortbildungszentrum ist für eine Landeshauptstadt wie Stuttgart mit mehr als 1700 Kameraden der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr dringend notwendig“.

Ein großes Anliegen Dalferths ist die Anerkennung des Ehrenamtes durch die Landeshauptstadt Stuttgart. „Wenn man sich etwas umschaut, so findet man Modelle von speziellen Blaulichttarifen von städtischen Versorgungsunternehmen, Rabattkarten für Schwimmbäder oder Zuschüsse für Fitnesscenter oder den Führerscheinerwerb junger Kameraden, bis hin zur Bonusrenten für Feuerwehrangehörige – in der Landeshauptstadt findet so etwas allerdings noch kein Gehör!“.

Erfreulich fiel der Bericht des Vorsitzenden über das vergangene Jahr aus. Die Jugendfeuerwehr hat sich wieder als die wichtigste Stütze zur Gewinnung neuer Mitglieder für die Einsatzabteilung etablieren können. „Es ist vorbildlich, was die über 100 Jugendleiter und ihre Stellvertreter ehrenamtlich auf die Beine stellen, um den Jungen und Mädchen, mit 24% Mädchenanteil übrigens ein Spitzenwert im Landesvergleich, für die Feuerwehr zu begeistern“. Mit zwei Gruppen der Bambini Feuerwehr für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren kann das Angebot hier erweitert werden. Das Projekt Brandschutzerziehung im Kindergarten durch die Freiwillige Feuerwehr konnte in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiern und bildet mit der Brandschutzerziehung für Grundschulen durch die Berufsfeuerwehr einen wichtigen Beitrag in der Präventionsarbeit. Der Arbeitskreis Feuerwehrhistorie um Joachim Haase hat mit Aktivitäten sowie Ausstellungen auf Stadt-, Landes- und Bundesebene, aber auch international wieder mit Engagement und großer Expertise für Anerkennung gesorgt. Auch der Musikzug der Abteilung Wangen hat mit 70 Veranstaltungen und einem Repertoire von über 100 Stücken in der Öffentlichkeit für die Feuerwehr auf eine ganz besondere Art und Weise werben können.

Als ein weiterer Höhepunkt im Jahr 2013 wird der Landesfeuerwehrtag in Stuttgart vom 22. bis 30.Juni 2013 stattfinden – natürlich ist ein solcher Tag mit großen Anstrengungen verbunden, aber dennoch wünscht sich der Vorsitzende „ein Fest der Feuerwehren und ein unvergessliches Erlebnis für alle Kameraden aus Stuttgart und dem Land“.

Bei den anschließenden Ehrungen wurden verdiente Feuerwehrkameraden durch den Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes und Amtsleiter der Branddirektion Stuttgart, Frank Knödler, geehrt. Im Rahmen dieser Ehrung erhielt auch der anwesende Bürgermeister Dr. Schairer für seine Verdienste um die Feuerwehr die Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbandes.

Feuerwehr Stuttgart

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