Bgld: Rabiate Schlange als nächtlicher Einsatzgrund

Wiesen (Bgld): Am Dienstag, den 7.Mai 2013, wurde die Feuerwehr Wiesen um 01.06 Uhr mittels Pager-Alarmierung zu einer Tierrettung in die Berggasse in Wiesen gerufen.
Von der Landessicherheitszentrale Burgenland wurde der Mannschaft vor dem ausrücken mitgeteil,t dass es sich um eine Schlange handelt und daß bereits der Rettungsdienst und die Polizei Vorort seien. Des Weiteren wurde der Besatzung mitgeteilt, daß es sich eventuell um eine Giftschlange handeln könnte. Als das RLFA 4000 das Feuerwehrhaus verließ, kam gerade der SEW des RK Mattersburg entgegen und der Sanitäter teilte der Feuerwehrmannschaft noch mit, dass der Wohnhausbesitzer bereits dreimal gebissen wurde.

Am Einsatztort angekommen, erwartete die Polizei und die Besitzer bereits die Feuerwehr. Zur Erleichterung der Feuerwehrmitglieder war die Schlange bereits in einen Kübel eingefangen und dieser auch mit einem provisorischen Deckel verschlossen. Somit wurde die „tierische Ware“ entgegengenommen und gesichert in das Feuerwehrhaus gebracht. Da laut Besitzer die Schlange sehr aggressiv war, wurde der Deckel von der Feuerwehr nicht geöffnet.

Jedoch musste davon ausgegangen werden, daß es sich um eine Giftschlange handelt. Damit die Krankenhausbelegschaft zur weiter Behandlung des Patienten auch eine rasche Antwort darüber hatte, ob das Tier giftig oder ungiftig ist, wurde von der Feuerwehr Wiesen gemeinsam mit der Landessicherheitszentrale der Amtstierarzt und ein Schlagenexperte verständigt. Beide Personen trafen gegen 03.00 Uhr im Feuerwehrhaus Wiesen ein und der Schlangenexperte konnte dann auch rasch Entwarnung geben. Bei dem Tier handelte sich um eine ungiftige Äskulapnatter, welche aber eine täuschende Ähnlichkeit mit einer Kreuzotter haben. Das Tier wurde vom Experten übernommen und wieder in freier Natur ausgesetzt. Um 3.30 Uhr war dieser Einsatz beendet und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.
