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Nö: Ausbildungsreformen und Finanzierung der Feuerwehren

Niederösterreich: Die Feuerwehr hat am Samstag, 4. Mai 2013, im Stift Melk ihren Florianiempfang abgehalten. Dabei wurde über künftige Herausforderungen diskutiert, vor allem über die Finanzierung und die Ausbildung der Feuerwehrleute. Die Ausbildung soll reformiert werden.

Im Vorjahr rückte die Feuerwehr in Niederösterreich alle acht Minuten aus. Die 97.500 Feuerwehrmänner und -frauen der 1.640 Wehren in Niederösterreich leisteten 2012 insgesamt 63.776 Einsätze mit 8,7 Millionen Arbeitsstunden. Bei den Einsätzen 2012 wurden zum Beispiel 1.931 Menschenleben gerettet, 9.188 Unfallwracks beseitigt oder 613 Tiere in Sicherheit gebracht.

Module statt einzelne Termine
Als Pläne für die Zukunft wurde unter anderem eine Reform der Ausbildung angekündigt. So sollen Kurse künftig geblockt werden. „Ab 2014 werden wir statt den vielen einzelnen Modulen wieder vermehrt Blockausbildungen anbieten, damit die Freiwilligen für eine Woche nach Tulln kommen könne, und nicht wie bisher fünfmal an verschiedenen Terminen. Hier müssen wir die Ausbildung freiwilligengerechter machen“, sagt Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner.beim Empfang in Tulln.
In der Ausbildung soll auch mehr differenziert werden, sagt Fahrafellner. „Wir müssen uns überlegen, ob jeder Feuerwehrkommandant die gleiche Ausbildung braucht, etwa ein Kommandant mit Krankenhäusern und Chemiebetrieben und einer mit zwei, drei landwirtschaftlichen Objekten. Das wird natürlich Diskussionen geben. Das ist keine Zwei-Klassen-Gesellschaft, aber sonst werden uns irgendwann die Führungskräfte ausgehen.“

Land wird bei Feuerwehr nicht sparen
Damit die Feuerwehr optimal ausgerüstet ist, müsse die öffentliche Hand bereit sein, die finanziellen Mittel dafür aufzubringen. „Trotz der Sparmaßnahmen, die wir in NÖ setzen, wird im Feuerwehrwesen kein einziger Euro zurückgenommen. Wir werden diese Positionen im Budget weiter aufrechterhalten, so wie sie jetzt sind“, versicherte Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP). Vertreter von Blaulichtorganisationen und des Bundesheeres wurden in Melk für ihr Engagement geehrt. ORF NÖ-Redakteur Gernot Rohrhofer wurde für seine Berichterstattung über die Arbeit der Feuerwehr in Niederösterreich ausgezeichnet.

ORF Niederoesterreich

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