Oö: Einsatzkräfte üben Ernstfall in Berufsschule

Schärding (Oö): Am Dienstag, 23. April 2013, wurden die Kameraden der Freiw. Feuerwehr Schärding kurz nach 19.00 Uhr in die Berufsschule Schärding zu einer Übung alarmiert.
In einem Internatszimmer hatte ein Brandmelder im 2. Obergeschoss ausgelöst. Da sich bei den Aufsichtspersonen verletzte Schüler meldeten, wurden unverzüglich über Notruf auch das Rote Kreuz und die Polizei verständigt. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung traf das erste Feuerwehrfahrzeug am Übungsobjekt ein. Der Einsatzleiter stand vor folgender Situation:
Eine Zigarette entzündete eine Schultasche, welche in der Folge einen Vorhang in Brand steckte und so der Brand sich auf das gesamte Zimmer ausweitete. Der FF-Einsatzleiter Kommandant Michael Hutterer wurde durch die anwesenden Aufsichtspersonen eingewiesen und mitgeteilt, dass sich im betroffenen Zimmer vier Personen befinden müssten. Weiters wurde die sogleich stattfindende Teilevakuierung des, mit mehr als 200 Schülern bewohnten Internatstraktes besprochen und eingeleitet.

Gleichzeitig rüsteten sich die Kameraden mit dem Umluft unabhängigen Atemschutz aus, um damit die vermissten Schüler zu retten. Auch der Hochleistungslüfter wurde vor dem Eingang in Bereitschaft gestellt. Bereits kurze Zeit später konnte der Atemschutztrupp die vier verletzten Schüler – unter Einsatz der Fluchthauben – aus dem stark verrauchten Internatszimmer retten und dem Roten Kreuz zum Abtransport übergeben werden. Nachdem im Stiegenhaus die Rauchfreiheit hergestellt war, wurden auch die restlichen Schüler evakuiert.

Aufgabe der Einsatzleitung war es – in Kooperation mit dem Internatsteam – die Vollständigkeit der Schüler festzustellen, was auch gelang. Die Polizei unterstützte die Einsatzkräfte von Rotem Kreuz und Feuerwehr und begann im Anschluss mit der Brandursachenermittlung. Seitens des Roten Kreuzes wurde eine Triagestelle eingerichtet, wo der Notarzt die entsprechende Einteilung des Verletzungsgrades vorgenommen wurde. Durch Einsetzen der Überdruckbelüfter konnte dann auch schnell wieder das Gebäude rauchfrei gemacht werden.

Nachdem nochmals alle drei Geschosse abgesucht wurden und sichergestellt wurde, dass sich keine weiteren Personen im Gebäude befinden, konnte die Übung nach ca. 1,5 Stunden beendet werden.
