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Nö: Harlem-Shake lässt Organisationen nicht nur tanzen …

Niederösterreich: Im Internet zieht momentan ein neues Phänomen seine Kreise: der „Harlem Shake“, ein völlig unverkennbarer Tanz. Der hat mittlerweile auch Niederösterreich erfasst. Vom Fußballverein bis hin zur Feuerwehr – alle tanzen den „Harlem Shake“.

Die Feuerwehr Wiener Neudorf ist nur einer von zahlreichen Vereinen in Niederösterreich, deren Mitglieder – selbstverständlich nach Dienstschluss – beim „Harlem Shake“ ihrem Bewegungsdrang freien Lauf ließen. Mehr als eine Milliarde Mal wurde diese Art von Videos im Internet bereits angeklickt. Das Video der Feuerwehr Wiener Neudorf wurde mittlerweile auf der Internet-Plattform YouTube mehr als 40.000 Mal angesehen.
Die Machart der „Harlem Shake“-Videos im Internet ist immer die gleiche: Zuerst passiert nichts, plötzlich beginnt ein Mensch zu tanzen und kurz darauf schütteln sich viele im Takt. Dass sie nicht nur auf dem grünen Rasen gute Figur machen, haben etwa auch die Fußballer des SV Donau Langenlebarn gezeigt. Der momentane Tabellendritte der niederösterreichischen Gebietsliga Nord/Nordwest hat den „Harlem Shake“ in der Umkleidekabine vorgeführt. Auf YouTube hält man allerdings noch bei bescheidenen 3.600 Aufrufen.

Tanzende Soldaten sorgen in Belgien für Ärger
Nicht überall bereitet der „Harlem Shake“ Freude. In Belgien schüttelten sich tanzfreudige Soldaten im Takt und sorgten damit nicht nur für Schlagzeilen, sondern riefen zugleich das Verteidigungsministerium auf den Plan. Zeitungen berichteten am Freitag über ein Internet-Video, in dem rund 20 Soldaten in einer Kaserne den Modetanz aufführen. Einige sind nur mit Tangas bekleidet, andere schwenken Maschinengewehre oder nutzen einen umgekippten Kasten als Kanu. Das Video wurde bereits von der Facebook-Seite und bei YouTube entfernt.

Lehrer und Bergleute verlieren Job
In Bulgarien ließ ein junger Lehrer seine Schüler den „Harlem-Shake“ tanzen – und beteiligte sich sogar selbst daran. Das Video erregte den Zorn der Schuldirektorin des Elite-Fremdsprachengymnasiums in der bulgarischen Stadt Plowdiw. Der Lehrer wurde gefeuert. Mehr als 400 Schüler und 200 Eltern haben eine Forderung unterschrieben, den Lehrer wieder einzustellen, und diese der Direktorin übergeben.
In Australien wiederum hat das „Harlem Shake“-Fieber fünfzehn Bergleuten ihren Job gekostet. Die Kumpels hatten aus Spaß bei einer Nachtschicht unter Tage 30 Sekunden lang wild getanzt, sich dabei gefilmt und das Stück auf YouTube hochgeladen. Ihr Arbeitgeber fand das nicht witzig und feuerte die Männer. Sie hätten die Sicherheitsstandards verletzt, wie eine australische Zeitung aus dem Entlassungsschreiben zitierte.

„Keine Spaßbremsen“ bei Feuerwehr in NÖ
Weitaus entspannter fallen in Niederösterreich die Reaktionen auf den Modetanz aus. Jene Feuerwehrleute, die nach getaner Arbeit ein Video gedreht haben, müssen sich um ihren Job mit Sicherheit keine Sorgen machen, sagt Feuerwehrsprecher Franz Resperger: „Nein, um Gottes Willen. Da wären wir ja Spaßbremsen – und das sind wir sicher nicht“, so Resperger. „Im Gegenteil: Es soll auch bei der Feuerwehr lustig sein, neben all dem Ernsthaften mit dem wir täglich konfrontiert sind. Da haben wir überhaupt kein Problem damit.“
Überhaupt kein Problem damit, sich zu verkleiden und sich mehr oder weniger rhythmisch zur Musik zu bewegen, hatten auch die Spieler des ASK Bad Vöslau. Sie wurden am Trainingslager in der Türkei vom „Harlem Shake“-Virus infiziert. Das Video wurde im Zuge eines Teambuilding-Workshops aufgenommen. Und auch zurück in Österreich haben die Vöslauer als momentaner Tabellenzweiter in der 1. niederösterreichischen Landesliga weiterhin Grund genug zum Tanzen.
Momentan verbreitet sich der „Harlem Shake“ über den ganzen Globus. Doch spätestens wenn ein neues Phänomen im Internet auftaucht, hat es sich für ihn wohl ausgetanzt. Seit einigen Jahren tauchen immer wieder derartige Trends im Internet auf. Berühmt wurden etwa das „Planking“, bei dem sich Menschen an ganz unterschiedlichen Orten steif hinlegten und dabei fotografieren ließen, oder zuletzt auch der „Gangnam Style“ des südkoreanischen Musikers Psy, den etwa die Feuerwehr Altach imitierte.

ORF Niederoesterreich

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