Deutschland: Lagerhallenbrand in Bonn – Brandstiftung nicht ausgeschlossen
Bonn (D): Nach dem Großbrand in einer Lagerhalle eines Textilhandels am 9. April 2013 in Bonn ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Brandstiftung. Ein Zeuge hatte verdächtige Beobachtungen gemacht. 200 Feuerwehrleute waren in der Nach bei dem Brand im Einsatz.
Der Brand einer Lagerhalle in der Nacht zu Dienstag im rechtsrheinischen Stadtteil Beuel sorgt für viel Aufregung im Viertel – und im Schauspielhaus Bonn. Denn die 30 mal 40 Meter große Halle grenzt unmittelbar an den Platz vor dem Eingang zur Halle Beuel an. Auf diesem Vorplatz lagen am Dienstagmorgen die Trümmer Reste einer bei dem Brand teilweise eingestürzten Mauer. Der Platz selbst war mit Flatterband abgesperrt. Und bislang ist unklar, in welchem Zustand der Rest der Hallenmauer ist. Sollte sie einsturzgefährdet sein, könnte das auch Auswirkungen auf den Spielbetrieb der Halle Beuel haben. Über 200 Feuerwehrleute bekämpften den Brand, der kurz vor 23 Uhr am Montagabend ausbrach. Die Feuerwehrleute verhinderten das Übergreifen der Flammen auf eine weitere, angrenzende Halle. In dem ausgebrannten Gebäude lagerte den Angaben der Feuerwehr zufolge Kleidung. Bei dem Brand und den Löscharbeiten wurde niemand verletzt. Die Halle liegt in einem Gebiet mit Gewerbe- und Wohnbebauung, weniger als einen Kilometer vom Beueler Zentrum entfernt. In der Halle Beuel wird derzeit das Stück „Die Damen warten“ von Sibylle Berg aufgeführt. Die nächste Aufführung ist für kommenden Donnerstag vorgesehen.
Ermittlungen wegen Brandstiftung
Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Brandstiftung. Grund sind auch die Beobachtungen eines Zeugen, der gegen 23 Uhr einen Verdächtigen beobachtet hat. Dieser ist laut Angaben der Polizei nach Auslösung des akustischen Signals der Alarmanlage des Textilhandels über die Paulusstraße gelaufen. Als der Zeuge den Unbekannten ansprach, lief der über die Josef-Thiebes-Straße zu einem abgestellten Auto, stieg ein, startete den Motor, setzte ohne Beleuchtung auf die Königswinterer Straße zurück und fuhr mit Vollgas in Richtung Sankt Augustiner Straße davon. Bei dem Fahrzeug soll es sich um einen grünen Kleinwagen, älteren Baujahres, gehandelt haben.
Der Verdächtige wird wie folgt beschrieben:
30-40 Jahre alt , etwa 185 cm, schlank, unrasiert oder Bartträger, bekleidet u.a. mit einer Jeans und einer Baseball-Kappe, trug einen roten Rucksack.
