Deutschland: Feuerwehreinsatz wegen gebrochenen Fieberthermometer
Bichl (Deutschland): Seit 2009 werden quecksilberhaltige Fieberthermometer nicht mehr verkauft, viele haben aber noch eines zu Hause. So auch ein 46-jähriger Bichler. Der ließ das Thermometer gegen 22.15 Uhr versehentlich in seiner Küche fallen. Das Ding zerbrach, das flüssige Schwermetall verteilte sich im Raum.
Das Problem: Quecksilber gibt schon bei Zimmertemperatur giftige Dämpfe ab. Acht Bichler Feuerwehrmänner rückten am 3. April 2013 mit Atemschutz an, sammelten die Tröpfchen auf und belüfteten die Küche. „Ein Mitarbeiter der Werksfeuerwehr von Roche in Penzberg stand außerdem am Telefon beratend zur Seite“, sagt Kommandant Hermann Spanner. Zudem wurde mit dem Gesundheitsamt das Vorgehen abgestimmt.
Nach etwa einer Stunde war der Einsatz beendet. Die Feuerwehr kümmert sich jetzt noch um die richtige Entsorgung des Quecksilbers. Wem ein ähnliches Malheur passiert, für den gibt es ein paar Tipps: Sollte Quecksilber austreten, empfiehlt die Feuerwehr, die Fenster zu öffnen und den Raum zu belüften. Danach am besten das Zimmer verlassen und die Türen zu Rest der Wohnung schließen. Nur bei sehr kleinen Mengen könne man das Quecksilber selbst in einen luftdichten Behälter packen. „Wenn es sich um größere Mengen handelt oder man unsicher ist, kann die örtliche Feuerwehr unterstützen“, so Spanner. Generell empfehle er, Quecksilber-Thermometer beim Giftmobil oder in Quarzbichl (auf keinen Fall im Hausmüll) zu entsorgen und sich einen ungefährlichen Ersatz anzuschaffen.
